Detailinformationen
Adresse
Weinlechnergasse 1, 1030 Wien
Weinlechnergasse 1, 1030 Wien
Rabengasse 15, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1928 - 1929
Anzahl an Wohnungen
26
Architekt*in
August Hauser
Wohnungen |
26 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Benannt wurde die Gasse 1910 nach dem Arzt Josef Weinlechner (1829-1906). Er gilt als Pionier auf dem Gebiet der Kinderchirurgie. Weinlechner war Primarchirurg im St. Anna-Kinderspital und Primararzt an der Rudolfstiftung Wien.
Der Wohnbau befindet sich auf den ehemaligen "Rosenthal’schen Gründen". Konrad Johann Rosenthal (1769-1843) war zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein prominenter Gärtner, der mit der Anlage und Pflege zahlreicher Schlossgärten betraut war. Er selbst besaß ein Haus mit großzügiger Gartenanlage zwischen Landstraßer Hauptstraße und Baumgasse. Seine Gründe reichten von der Keinergasse bis zur Petrusgasse. Als kleiner Rest davon zeugt heute nur noch der Klopsteinpark.
Von 2017 bis 2017.
Eine umfassende Sanierung wurde 2017 durchgeführt. Durch die Erneuerung der Fenster und Türen und durch das Wärmedämmverbundsystem für die Fassade werden die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt.
Architektur und Kunst
Das sechs Geschoße umfassende Wohnhaus liegt an der Ecke Weinlechnergasse/Rabengasse zwischen zwei Gebäuden aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Die breitere Front an der Weinlechnergasse umfasst sechs Fensterachsen. Die drei rechten Achsen sind hier nur mit einem schlichten Gesims versehen in die glatte Fassade eingeschnitten. Die anschließende Achse ist in Loggien aufgebrochen, deren Bodenplatten den zwei folgenden Fensterachsen als Balkone vorgelagert sind und gerundet um die Gebäudeecke geführt werden. Der Übergang von den Loggien zu den Balkonen, verursacht durch einen leichten Gebäuderücksprung, wird mittels einer vertikalen, auch das Dachgesims scharf durchschneidenden Stahlbetonplatte bewältigt. Dadurch wird auch die Höhenabstufung, die notwendig ist, um beidseitig an das Dachgesims der Nachbargebäude anschließen zu können, verschleiert. Zugleich betont die Platte die strenge, geometrische Gebäudegliederung und schafft das notwendige vertikale Gegengewicht zur horizontalen Dominanz der Balkone. Deutlich ist der Gebäuderücksprung im Erdgeschoß zu erkennen, wo der unter der Loggienachse gelegene Eingang mit einer schlichten Eckverdachung versehen ist. Drei Achsen gleich großer Fenster strukturieren die schmälere Front zur Rabengasse. Kleine Lüftungsöffnungen scheinen die strenge Ordnung bewusst durchbrechen zu wollen.
August Hauser - August Hauser (1895-?) studierte zunächst an der Hochschule für Bodenkultur. Erst nach seinem Militärdienst begann er sein Architekturstudium, das er 1921 an der Technischen Hochschule Wien abschloss. Neben seinen theoretischen Überlegungen zum Sozialwohnbau sind nur zwei Gemeindebauten des Architekten in Wien bekannt: das Volkswohnhaus in der Weinlechnergasse 1 in Wien 3 (1928) und der Haydnhof am Gaudenzdorfer Gürtel 15 in Wien 12 (1928/29). Das Todesdatum des Architekten ist nicht bekannt.