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Hagenmüllergasse 25

Hof-Informationen Hagenmüllergasse 25

Detailinformationen

Hagenmüllergasse 25

Adresse

Hagenmüllergasse 25, 1030 Wien

Hagenmüllergasse 25, 1030 Wien

Drorygasse 25-27, 1030 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1927 - 1928

Anzahl an Wohnungen

68

Architekt*in

Hugo Mayer

Wohnungen

68

Waschküchen

1

Stiegen

4

Lokale

4

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Hagenmüllergasse ist nach Franz Joseph von Hagenmüller (1746 - 1824) benannt. Er war Hof- und Gerichtsanwalt sowie einstiger Besitzer der Herrschaft Erdberg.

Die Hagenmüllergasse verläuft über das ehemalige Gelände der "Wällischen Gärten", die bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Versorgungsfaktor für die Wiener Bevölkerung waren. Die Gründe gehörten zum Besitz der aus Verona stammenden Oria della Scala. 1445 schenkte sie die Gartenanlagen dem Augustinerorden. Zum Gedenken der aus dem "Welschland" stammenden Stifterin wurden diese bis zur Verbauung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als "Wällische Gärten" bezeichnet.

Architektur und Kunst

Die fünf Geschoße umfassende Wohnhausanlage liegt an der Ecke Drorygasse/Hagenmüllergasse, wo das Grundstück in einem spitzen Winkel zusammenläuft. Der markant gerahmte Durchgang zum Innenhof, von wo aus die vier Stiegenhäuser erschlossen werden, liegt an der Hagenmüllergasse etwas nach rechts versetzt. Eine Konsole leitet vom Torrahmen zum den Eingang bekrönenden Erkerfenster des ersten Obergeschoßes über. Überfangen wird die drei Fensterachsen breite Eingangssituation von einem Stufengiebel, der sich über dem durchgezogenen Dachgesims erhebt. Hinter ihm verbirgt sich das ausgebaute Dachgeschoß. Zwei nachträglich mit kleinteiligen Sprossenfenstern verglaste Loggienblöcke flankieren den Durchgang. Sie lasten auf schlichten Blendarkaden und dienen dem obersten Stockwerk als Balkone. An der Ecke zur Drorygasse springt ein leicht konvex geschwungener Risalit vor, dessen Mittelachse in Loggien aufgebrochen und durch einen Dachaufbau überhöht wird. Die geschwungene Front überspielt die spitzwinklige Ecksituation und setzt zugleich einen imposanten städtebaulichen Akzent. Die Fassade an der Drorygasse wird durch die zwei nachträglich errichteten Aufzugstürme gegliedert. Zwei kleine Erkerfenster lockern hier die ansonsten schlichte Gliederung etwas auf. Ein über das gesamte Gebäude verlaufendes Gesims zwischen der zweiten und dritten Fensterreihe verbindet die einzelnen Bauteile. Im begrünten Hof befindet sich ein von Pergolen flankierter Pavillon.

Hugo Mayer - Hugo Mayer (1883-1930) studierte an der Technischen Hochschule in Wien. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Wohnhaus- und Siedlungsbau und ist einer der wichtigsten Vertreter in diesem Bereich. Neben zahlreichen Wohnanlagen für die Gemeinde Wien plante er auch Kindergärten und Schulen. Seine Wohnanlage für die Bediensteten der Städtischen Gaswerke (1910-1914) gilt als typologischer Vorläufer des Gemeindewohnbaus der Zwischenkriegszeit.

Dokumente