Detailinformationen
Adresse
Lorbeergasse 6, 1030 Wien
Lorbeergasse 6, 1030 Wien
Untere Viaduktgasse 27, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1955 - 1959
Anzahl an Wohnungen
27
Architekt*in
Gustav Jahn
Wohnungen |
27 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Seit 1862 wird die Gasse offiziell als Lorbeergasse bezeichnet, vermutlich zu Erinnerung an die zahlreichen Siegeslorbeeren, die österreichische Truppen in vergangenen Kriegen errungen haben. Eine andere Deutung des Namens verweist auf das bajuwarische Dialektwort "Labor" - "Loaber" ausgesprochen -, was so viel wie "Lederer" bedeutet und auf die im Weißgerberviertel ansässigen Lederer und Gerber hinweisen könnte.
Um 1850 wurde mit dem Bau der Bahnstrecke von Wien Mitte zum Nordbahnhof begonnen. Sie führte damals noch über weite Gartenflächen, die das Weißgerberviertel bis ins 19. Jahrhundert prägten und für den Bahnbau zum Teil enteignet werden mussten. Erst nach 1862 wurden entlang der Strecke die Viaduktgasse und als Verbindung zwischen Matthäus- und Viaduktgasse die Lorbeergasse angelegt. Die Verlängerung der Lorbeergasse bis zur Kollergasse erfolgte erst nach 1875. Ende des Zweiten Weltkrieges war die Bahnlinie heftigen Bombenangriffen ausgesetzt, was zur Zerstörung zahlreicher Bauten der Viaduktgasse führte, darunter auch der Vorgängerbau des Wohnhauses.
Architektur und Kunst
Das Wohnhaus liegt an der Ecke Lorbeergasse/Untere Viaduktgasse. Das Erdgeschoß ist an der Gebäudeecke als Geschäftszone ausgebildet. Die Front ist etwas hinter die Fassadenflucht gesetzt und durch eine schwache Rahmung vom übrigen Gebäude abgegrenzt. Hier befindet sich auch der markant gerahmte Hauseingang. Bemerkenswert ist, dass der Geschäftseingang direkt in die Hauskante eingeschnitten ist und die dadurch frei überhängende Gebäudeecke als Vordach ausgebildet wird. Die Fenster der Obergeschoße sind mit dezenten Rahmungen in die glatten Fronten eingesetzt. Die Fassade zur Unteren Viaduktgasse wird durch fünf Fensterachsen strukturiert, wobei die mittig gelegenen, breiteren Fenster die zentrale Achse markieren. Die sechs Fensterachsen der Lorbeergasse sind gleichmäßig und ohne Akzentuierungen gestaltet. Allerdings wird hier das Wohnhaus über zwei Achsen um ein Geschoß abgestuft - vermutlich um einen geschmeidigeren Übergang zum Nachbargebäude zu ermöglichen.
Gustav Jahn - Gustav Jahn (1886-1977) studierte ab 1914 bei Leopold Bauer an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er entwarf unter anderem für die Gemeinde Wien das Wohnhaus Lorbeergasse 6 in Wien 3 (1955-1959).