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Rueppgasse 12-14

Hof-Informationen Rueppgasse 12-14

Detailinformationen

Rueppgasse 12-14

Adresse

Rueppgasse 12-14, 1020 Wien

Rueppgasse 12-14, 1020 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1992 - 1995

Anzahl an Wohnungen

26

Architekt*in

Peter Koban

Wohnungen

26

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Die Rueppgasse ist nach Anton Ruepp (1792-1868) benannt. Der Namensgeber wohnte in der Unteren Augartenstraße und war von 1850 bis 1862 Gemeindevorsteher der Leopoldstadt. Er gründete eine "Kleinkinderbewahrungsanstalt" und hinterließ einen großen Teil seines Vermögens der Gemeinde Wien für wohltätige Zwecke.

In der Umgebung des heutigen Gemeindebaus lag einst eine Befestigungsanlage zum Schutz der Donaubrücken, welche die Möglichkeit boten, Steuern und Maut einzuheben. Gegenüber der ehemaligen "Tabormaut" errichteten die Grafen Volckhra ein Gartenpalais, das nach mehrfachem Besitzerwechsel 1903 demoliert wurde. Mit der Zuschüttung des Fugbaches, der die Gegend durchkreuzte, begann die zunehmende Verbauung des Gebietes. Insbesondere der 1857 eröffnete Nordbahnhof prägte die Entwicklung des Areals bis zum Zweiten Weltkrieg.

Das Grundstück, auf dem der Neubau steht, wurde 1943 beschlagnahmt und 1948 restituiert. Das 1884 errichtete Vorgängerhaus war durch Kriegseinwirkung beschädigt worden und wurde 1983 abgetragen.

Architektur und Kunst

Der Bau schließt eine Lücke zwischen zwei älteren Häusern. Seine Gliederung und die Proportionen fügen sich harmonisch in das Erscheinungsbild der Nachbargebäude. Ein schmaler Mittelteil, der gegenüber den risalitartigen Seitenteilen etwas zurückversetzt ist und gesimslos in einen Dacherker mit Giebelabschluss übergeht, bestimmt die Straßenfassade. In der Zentralachse befinden sich schmale Fenster, welche die Geschoße überspielen und die Vertikale betonen. Die fünfachsigen Seitenteile sind durch eine genutete Sockelzone und ein auskragendes Dachgesims charakterisiert. Ihre symmetrische Gliederung unterstreicht den im Mittelteil gesetzten Akzent. Die mittleren Achsen der Seitenrisalite werden von einem Dacherker mit Giebelabschluss bekrönt und sind - wie die Zentralachse des Gebäudes - von der Grundfarbe des Hauses abgesetzt. Dacherker greifen die quadratische Form der darunter befindlichen Fenster auf und akzentuieren die äußeren Abschnitte der Front. Die Hoffassade präsentiert sich mit einer erhöhten Sockelzone mit drei speziell gestalteten Balkonen aus Holz.

Peter Koban - Peter Koban (geb. 1928) studierte von 1947 bis 1956 an der Technischen Hochschule unter anderem bei Erich Boltenstern. Nach dem Studium war er zunächst im Atelier von Erich Rollig tätig und arbeitete unter anderem für Margarete Schütte-Lihotzky und Josef Hoffmann. Ab 1960 beschäftigte sich Koban als selbständiger Architekt vor allem mit dem Wohnbau und dem Bau von Kasernen. So wurden etwa die Sanitätstruppenschule in Stammersdorf (1969/70) und mehrere Wohnbauten in Wien nach seinen Plänen errichtet. Für den Willi-Liwanec-Hof in Wien 15 plante er die erste Palettengarage Wiens. Auch am Bau der Per-Albin-Hansson-Siedlung Nord war Peter Koban beteiligt.

Dokumente