Detailinformationen
Adresse
Taborstraße 53-55, 1020 Wien
Taborstraße 53-55, 1020 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1957 - 1959
Anzahl an Wohnungen
34
Architekt*in
Rudolf Grigkar
Wohnungen |
34 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
5 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Straße, in der das Wohnhaus steht, wird seit 1770 Taborstraße, nach der sternförmigen Befestigungsanlage an ihrem Ende, genannt. Befestigungsanlagen dieser Art wurden erstmals von den Hussiten in Böhmen gebaut und Tabor genannt.
Das Wohnhaus befindet sich in der ältesten Straße der Leopoldstadt, die zu den Donaubrücken und deren Befestigung, dem "Tabor", führte. Die Gegend blühte auf, als die Donau ganz überbrückt worden war. Gasthäuser, Handwerker und Handelsleute siedelten sich hier an. Das Grundstück, auf dem der Gemeindebau steht, wurde 1952 von der Stadt Wien erworben. Es befand sich zuvor im Besitz der Vereinigten Wiener Fürsorgehilfe, an die es 1939 überging. Der 1846 errichteter Vorgängerbau wurde im Zweiten Weltkrieg durch eine Bombe zerstört.
Architektur und Kunst
Das sechs Stockwerke umfassende Wohnhaus schließt eine Lücke zwischen einem Neubau und einem im 19. Jahrhundert errichteten Haus. Zu beiden Seiten wird die Baulinie eingehalten. Den Proportionen der angrenzenden Häuser fügt sich die sparsam gegliederte, primär nach funktionalen Belangen ausgerichtete Architektur harmonisch ein. Das Haus hat ein flaches Giebeldach. Durch die gleichmäßige Anordnung der quadratischen und hochrechteckigen Fenster wird die Ausbildung eines zentrierten Blickpunktes gänzlich vermieden. Zwei Achsen der Fassade sind durch Balkone akzentuiert, die sich in asymmetrischem Verhältnis zur Mitte des Gebäudes befinden. Das Erdgeschoß ist von Geschäftsfenstern durchbrochen. Im Hof wird die einfach gestaltete Front durch Loggien belebt.
Rudolf Grigkar - Rudolf Grigkar (1907-1995) studierte ab 1926 bei Peter Behrens an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Als selbständiger Architekt plante er unter anderem für die Gemeinde Wien die Wohnhausanlagen Pregartengasse 6-8 in Wien 21 (1957/58) und Taborstraße 53-55 in Wien 2 (1957-1959).