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Ausstellungsstraße 67

Hof-Informationen Ausstellungsstraße 67

Detailinformationen

Ausstellungsstraße 67

Adresse

Ausstellungsstraße 67, 1020 Wien

Ausstellungsstraße 67, 1020 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1955 - 1956

Anzahl an Wohnungen

18

Architekt*in

Robert Fussek

Wohnungen

18

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Straße, in der das Wohnhaus steht, ist zum Gedenken an die Wiener Weltausstellung von 1873 Ausstellungsstraße benannt. Bis 1874 bezeichnete man sie Feuerwerksallee, nach der hier liegenden Feuerwerkswiese, anschließend Fahnenstangenallee, nach den Fahnenstangen am hier befindlichen Donauarm, mittels derer die Ankunft von Holzschiffen signalisiert wurde.

Die Atmosphäre des Gemeindebaus ist durch dessen Bezug zum Pratergelände geprägt. Bis zum Jahr 1766, mit der Freigabe an ein allgemeines Publikum durch Joseph II., war der Prater ein nur wenigen zugängliches, kaiserliches Jagdrevier. Zur Erbauung des Volkes sollten neben diversen Arten von Unterhaltung Wirtshäuser entstehen. Nach dem Entschluss, Wien zur Weltstadt zu machen und für die Weltausstellung ein Grundstück nördlich des Volkspraters zu wählen, veränderte sich die Landschaft durch den Eingriff von namhaften Architekten grundlegend. Während des Zweiten Weltkriegs gravierend beschädigt, wurde das Gelände bis 1953 wieder instand gesetzt. Bis heute ist der Prater ein beliebtes Ausflugsziel. Das Grundstück, auf dem der Neubau steht, wurde 1944 enteignet und 1949 restituiert. Es ging 1954 an die Stadt Wien über.

Architektur und Kunst

Das fünfstöckige Wohnhaus schließt eine Baulücke zwischen etwas niedrigeren Nebengebäuden. Die Entfernung der Baufluchtlinie vom Gehsteig lässt Raum für die Anlage eines breiten Vorgartens, der für den freundlichen Eindruck des Gebäudes bestimmend ist. Farbliche Differenzierung setzt die Erdgeschoßzone von den darüber befindlichen Stockwerken ab. Der Bau ist durch symmetrische Gliederung gekennzeichnet. In den Flanken der Front befinden sich die beiden spiegelgleich angelegten Eingangsbereiche. Die äußersten Achsen der Fassade weisen jeweils quadratische Fenster auf, während der vierachsige Mittelteil durch hochrechteckige Fenster gekennzeichnet ist. Ein breit gelagerter Dachaufbau betont die Mitte der Front. Der Bau fällt vor allem durch die Oberflächenstruktur auf. Horizontal und vertikal verlaufende Putznuten bilden einen zarten Raster aus, der sich über die gesamte Front legt. Die Hoffassade ist einfach gegliedert. Lediglich die über dem aus der Mitte verschobenen Eingang befindliche Fensterachse ist durch farbliche Differenzierung akzentuiert.

Robert Fussek - Der gelernte Tischlermeister Robert Fussek (1920-2000) studierte von 1945 bis 1949 Bühnen- und Filmgestaltung an der Hochschule für angewandte Kunst Wien bei Otto Niedermoser. Neben seiner Tätigkeit für verschiedene Filmfirmen war er auch an der Realisierung großer Architekturprojekte beteiligt, wobei er sich vor allem auf das Gesundheitswesen spezialisierte, wie etwa am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, am Landesklinikum Amstetten und an der Lungenheilstätte Weyer a.d. Enns. Robert Fussek betrieb bis zuletzt seine eigene Tischlerwerkstätte.

Dokumente