Detailinformationen
Adresse
Sturgasse 3-5, 1020 Wien
Sturgasse 3-5, 1020 Wien
Engerthstraße 239, 1020 Wien
Lößlweg 2, 1020 Wien
Wehlistraße 228, 1020 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1954 - 1956
Anzahl an Wohnungen
173
Architekt*in
Rudolf Kolowrath, Wilhelm Kaiser
Wohnungen |
173 |
|---|---|
Waschküchen |
5 |
Stiegen |
8 |
Lokale |
6 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 5 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Gasse, in der die Wohnhausanlage steht, ist nach Michael Stur (1840-1909) benannt. Der Namensgeber war als Bruder Eduard Provinzial der Barmherzigen Brüder.
Durch die latente Hochwassergefahr war eine Besiedelung der Gegend, in der sich die Wohnhausanlage befindet, über Jahrhunderte hinweg unmöglich. Erst mit der Donauregulierung, 1870-1875, gewann man etwas Kontrolle über den Strom. Damit war die Möglichkeit zur Industrialisierung gegeben, ein für die wirtschaftliche Entfaltung der Donaumonarchie höchst bedeutsamer Faktor. Nahe der jetzigen Wohnanlage befanden sich früher etwa die Siemens Schuckert Werke, die um 1900 als die modernste Fabrik der Elektroindustrie galten. Das Grundstück, auf dem der Neubau steht, befand sich ehemals im Besitz des Donauregulierungsfonds, ging 1928 an das Land Niederösterreich über und wurde 1942 von der Stadt Wien erworben.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage besteht aus mehreren, sechsgeschoßigen Baublöcken mit teilweise ausgebautem Dachgeschoß und Walmdächern. Ein paralleles oder rechtwinkeliges Zueinander bestimmt die Anordnung der Trakte. Zwischen den Wohneinheiten sind großzügige Freiflächen vorhanden, die als Grünzonen genutzt und gärtnerisch ausgestaltet sind. Die zur Straße geöffnete Anlage bricht mit der Wiener Tradition der intimen, geschlossenen Hofform. Wie schon in den 1920er- und 1930er-Jahren wurde versucht, durch konzentrierte Stapelung möglichst vieler Wohnungen ausgedehnte Zonen für den Erholungsbedarf zu schaffen. Die an der Sturgasse gelegene Front ist lateral durch Erker gegliedert, die über alle Stockwerke reichen. Zwei Achsen des Mittelteils sind durch Balkone akzentuiert. Der Putz der Fronten ist zweifärbig abgesetzt. Das Sienarot der Erdgeschoßzone setzt in der grauen Grundfarbe des Hauses einen markanten Akzent. Auf gliedernde Details wird bei diesem funktionalen Bauwerk ansonsten weitgehend verzichtet.
Rudolf Kolowrath - Rudolf Kolowrath (geb. 1922) studierte Architektur bei Erich Boltenstern an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien plante er etwa die Wohnhausanlage Rothenburgstraße 3 in Wien 12 (1953-1955) und zusammen mit Wilhelm Kaiser die Anlagen Justgasse 6-14 in Wien 21 (1950/51) und Sturgasse 3-5 in Wien 2 (1954-1956).
Wilhelm Kaiser - Wilhelm Kaiser (1899-1966) plante unter anderem gemeinsam mit Rudolf Kolowrath die kommunalen Wohnhäuser Justgasse 6-14 in Wien 21 (1950/51) und Sturgasse 3-5 in Wien 2 (1954-1956). Mit Johann Stöhr realisierte er die Wohnhausanlage Rustenschacherallee 44-56 in Wien 2 (1954).