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Kleine Mohrengasse 9

Hof-Informationen Kleine Mohrengasse 9

Detailinformationen

Kleine Mohrengasse 9

Adresse

Kleine Mohrengasse 9, 1020 Wien

Kleine Mohrengasse 9, 1020 Wien

Rotensterngasse 24, 1020 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1958 - 1959

Anzahl an Wohnungen

21

Architekt*in

Martha Bolldorf-Reitstätter

Wohnungen

21

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

3

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Zunächst als Kleine Fuhrmanngasse bezeichnet, wurde der Straßenzug 1876 nach dem hier angebrachten Hausschild "Zum Mohren" in Kleine Mohrengasse umbenannt.

Die erste Besiedelung auf dem Areal zwischen Hollandstraße, Taborstraße und Praterstraße erfolgte ab etwa 1300. 1439 wurde dieser Bereich durch eine Brücke mit Stadt verbunden. Das ursprünglich als "Unterer Werd" bezeichnete Gebiet bestand zum größten Teil aus Auwald, der von zahlreichen Donauarmen durchzogen war, deren Lauf sich durch Hochwasser ständig änderte. Das Wachstum der Siedlung stagnierte bis Mitte des 16. Jahrhunderts, als sich Bürger, die aufgrund der Erweiterung der Stadtbefestigung ihr Heim verloren, im Bereich der Rotensterngasse und der Großen Sperlgasse niederließen. Erst durch die 1875 abgeschlossene Donauregulierung konnte das gesamte Gebiet zwischen Donaukanal und Donaustrom als Bauland erschlossen werden.

Architektur und Kunst

Die sechs Geschoße umfassende Wohnhausanlage liegt an der Ecke Kleine Mohrengasse/Rotensterngasse. Das Erdgeschoß ist leicht hinter die Fassadenflucht zurückversetzt und durch große Schaufenster als Geschäftszone ausgebildet. Die glatte Front der fünf Obergeschoße sitzt direkt am Erdgeschoß auf und ist ohne horizontale Einschnitte bis zum Dachansatz hochgezogen. Ein bis ins Dachgesims reichender Erker bildet das zentrale Gestaltungselement an der Rotensterngasse. Die rechts davon liegende Hausfront wird durch drei Achsen verschieden großer Fenster strukturiert. Links davon befindet sich hingegen nur eine Fensterachse, wodurch eine großflächige, geschlossene Wand ausgebildet wird, die mit einem Mosaikfeld besetzt ist.

Die Front zur Kleinen Mohrengasse ist im Gegensatz dazu symmetrisch gegliedert. Französische Fenster fassen die drei zentralen Fensterachsen ein. Die Mittelachse wird von breiten, etwas abgesetzt angeordneten Fenstern markiert. Ein schlichtes Gesimsband schließt den Fassadenaufbau nach oben hin kompakt ab.

Martha Bolldorf-Reitstätter - Martha Bolldorf-Reitstätter (1912-2001) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Clemens Holzmeister, in dessen Büro sie auch bis 1938 arbeitete. Die mit dem Architekten Leo Bolldorf verheiratete Trägerin mehrerer Auszeichnungen errichtete zahlreiche Wohnanlagen und öffentliche Bauten, beschäftigte sich v. a. in der NS-Zeit mit Stadtplanung, wirkte später auch als Restauratorin und veranstaltete Ausstellungen.

An der Front zur Rotensternstraße befindet sich ein von Helene Hädelmayr gestaltetes Relief aus Terrakottaplatten, kombiniert mit Mosaik, aus den Jahren 1958 bis 1960. Dargestellt sind Fische und Pflanzenmotive.

Dokumente