Detailinformationen
Adresse
Miesbachgasse 15, 1020 Wien
Miesbachgasse 15, 1020 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1951 - 1952
Anzahl an Wohnungen
116
Architekt*in
Viktor Adler
Wohnungen |
116 |
|---|---|
Waschküchen |
3 |
Stiegen |
6 |
Lokale |
9 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Miesbachgasse ist nach dem Ziegeleibesitzer Alois Miesbach (1791-1857) benannt, der hier um 1850 die ersten Häuser erbauen ließ.
Im Bereich der heutigen Malzgasse und Miesbachgasse befand sich seit 1536 ein Brauhaus. Nach dessen Abbruch im Jahre 1846 wurde das Grundstück samt den anschließenden, bis zur Nestroygasse reichenden Grünflächen parzelliert, und darauf wurden die Miesbachgasse und Adambergergasse angelegt. Geprägt wird das Viertel von durchwegs viergeschoßigen Zinshäusern, die hier im Zuge der Stadterweiterung um 1850 errichtet wurden. An der Stelle des heutigen Wohnhauses stand vor dem Zweiten Weltkrieg eine Maschinenfabrik.
Architektur und Kunst
Die sechs Hauptgeschoße umfassende Wohnhausanlage besteht aus einem 16 Fensterachsen langen Straßentrakt in der Miesbachgasse und einem anschließenden, sich über 21 Fensterachsen erstreckenden Hofflügel. Die Straßenfront wird durch zwei dezente Rückstufungen in der Fassadenflucht in drei ungleich große Abschnitte gegliedert. Die Fenster sind - mit vertieften Rahmungen versehen - in die glatte Putzfassade eingesetzt. Französische Fenster sorgen für eine symmetrische Gliederung des rechten Abschnitts. Hier ist auch der schlicht gerahmte Durchgang zum Hof eingelassen. Im linken Abschnitt springt ein flacher, über vier Fensterachsen und vier Geschoße reichender Erker vor. Konsolen an seiner Unterseite setzen wie die Sohlbankgesimse der französischen Fenster dezente, dekorative Akzente. Die Hoffronten werden durch die den Stiegenhäusern nachträglich vorgestellten Aufzugsglastürme rhythmisiert. Lediglich an der Stiege 3 zeichnen sich die Stiegenhausfenster noch an der Fassade ab, hier wurde der Aufzug im Hausinneren installiert. Am langen Hofflügel führt ein Durchgang in den Hof des benachbarten Wohnhauses. Der die Stiege 6 beherbergende Bauteil ist als Risalit in den Hof vorgezogen und schließt den Hof so im Ansatz ab.
Viktor Adler - Viktor Adler (1907-1995) studierte ab 1937 bei Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem den Steinitzhof in Wien 13, Hietzinger Kai 7-9 (1952-1955), und zusammen mit Hans Paar den Wilhelm-Weber-Hof in Wien 11, Rinnböckstraße 35-43 (1949-1951).