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Wehlistraße 156-158

Hof-Informationen Wehlistraße 156-158

Detailinformationen

Wehlistraße 156-158

Adresse

Wehlistraße 156-158, 1020 Wien

Wehlistraße 156-158, 1020 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1937 - 1938

Anzahl an Wohnungen

50

Architekt*in

Franz Wiesmann

Wohnungen

50

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

1

Fahrradbox

Ja

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Zu Beginn der 1930er-Jahre wurde der kommunale Wohnungsbau durch die zunehmend schlechte Wirtschaftslage massiv eingeschränkt. Um für die arbeitslose Bevölkerung trotzdem Wohnraum und Beschäftigung schaffen zu können, ging die Stadt dazu über, am Stadtrand liegendes Bauland zu erschließen und so genannte "Erwerbslosensiedlungen" zur Verfügung zu stellen. Die Siedlungshäuser wurden von den späteren Bewohnern nach einem vorgegebenen Bebauungsplan selbst errichtet. Durch die Ausschaltung des Parlaments und die Einführung einer autoritären ständestaatlichen Verfassung verlor Wien 1934 den Status eines eigenen Bundeslandes. Der Wohnbau kam so gut wie zum Erliegen, und die Arbeitslosigkeit stieg weiter. Der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung versuchte die Stadt entgegenzuwirken, indem sie Bauland zur Gründung autarker Wohneinheiten bereitstellte und so die Bewohner aus dem Elend der traditionellen Arbeiterbezirke an den grünen Stadtrand absiedelte.

Die Wehlistraße ist nach Sektionschef August Freiherr Ritter von Wehli benannt. Der Namensgeber war Vizepräsident der Donauregulierungskommission.

Durch die latente Hochwassergefahr war eine Besiedelung der Gegend, in der das heutige Wohnhaus steht, über Jahrhunderte hinweg unmöglich. Erst mit der Donauregulierung in den Jahren 1870 bis 1875 gewann man die Kontrolle über den Strom. Damit war die Möglichkeit zur Industrialisierung eröffnet - ein für die wirtschaftliche Entfaltung der Donaumonarchie höchst bedeutsamer Faktor. So lagen in der Nähe des Gemeindebaus etwa die Siemens Schuckert Werke - die Fabrik war um 1900 die modernste der Elektroindustrie.

Das Grundstück, auf dem sich das Wohnhaus befindet, ging 1930 an die Stadt Wien über.

Architektur und Kunst

Das fünfgeschoßige Eckhaus weist eine streng symmetrisch gegliederte Schauseite auf, die zur Wehlistraße hin orientiert ist. Zwei seitlich angelegte, spiegelgleiche Eingangsbereiche sind trichterförmig eingezogen und flankieren ein in der Zentralachse positioniertes Relief. In der Höhe der Portale verläuft ein Fensterband, welches durch Gesimse hervorgehoben wird. Den Mittelteil der Front bestimmen quadratische Fenster. Die in den beiden äußeren Achsen liegenden Fenster werden ab dem ersten Stock jeweils durch ein Sohlbankgesims zusammengefasst. In den Flanken befinden sich ebenfalls paarweise durch ein Sohlbankgesims zusammengefasste, quadratische Fenster, die in den Stockwerken mittig von Balkonen begrenzt werden. Den Abschluss der äußersten Fassadenabschnitte bilden quadratische Fenster in einer Achse. Ein weit nach vorne tretender Mittelrisalit sowie zwei flache Seitenrisalite charakterisieren die Hoffassade.

Franz Wiesmann - Franz Wiesmann (1888-1959) studierte von 1907 bis 1913 an der Technischen Universität Wien. Nachdem er eine kurze Zeitspanne als freier Architekt in Baden tätig gewesen war, erhielt er 1914 eine Anstellung am Wiener Stadtbauamt und gehörte diesem bis zu seiner Pensionierung an. Zahlreiche Wohnhausanlagen der Zwischenkriegszeit entstanden nach seinen Plänen.

Im Erdgeschoß befindet sich ein Metallrelief mit dem Titel "Schiffsleute an der Donau". Die Platzierung des Reliefs unterstützt den Effekt der symmetrischen Gliederung der Front. Das Kunstwerk setzt das Thema Arbeit mit sozio-räumlichen Gegebenheiten in Beziehung, was in zeitgleicher "Kunst am Bau" keine Seltenheit ist.

Dokumente