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Wehlistraße 309

Hof-Informationen Wehlistraße 309

Detailinformationen

Wehlistraße 309

Adresse

Wehlistraße 309, 1020 Wien

Wehlistraße 309, 1020 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1929 - 1930

Anzahl an Wohnungen

56

Architekt*in

Hans Adolf Vetter

Wohnungen

56

Waschküchen

1

Stiegen

4

Lokale

5

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Straße, in der das Wohnhaus steht, ist nach Sektionschef August Freiherr Ritter von Wehli benannt. Der Namensgeber war Vizepräsident der Donauregulierungskommission.

Durch die latente Hochwassergefahr war eine Besiedelung der Gegend, in der sich die Wohnhausanlage befindet, über Jahrhunderte hinweg unmöglich. Erst mit der Donauregulierung, 1870 - 1875, gewann man ein wenig Kontrolle über den Strom. Damit war die Möglichkeit zur Industrialisierung eröffnet - ein für die wirtschaftliche Entfaltung der Donaumonarchie höchst bedeutsamer Faktor. Das Grundstück, auf dem das Wohnhaus steht, ging 1930 aus dem Besitz des Donauregulierungsfonds an die Stadt Wien über.

Architektur und Kunst

Es handelt sich um eine monumentalisierende Eckverbauung, deren Hauptfassade an der Wehlistraße durch einen breit gelagerten, gegenüber den Flanken um ein Stockwerk erhöhten Mittelteil definiert wird. Spiegelgleich angeordnete Balkone, die sich in den beiden äußersten Achsen des zentralen Gebäudeteils befinden, unterstreichen die Gliederung. Das Haus weist eine erhöhte Erdgeschoßzone auf. Durchlaufende Gesimse, die verhältnismäßig stark vortreten und den massiven Charakter des Baus unterstreichen, akzentuieren die einzelnen Geschoße. Der strenge, symmetrische Aufbau wird durch die Eckloggien aufgelockert. Die Fronten des begrünten Hofes, an denen sich vereinzelt Balkone finden, sind durch turmartige Ausbauten im Bereich der Eingänge gekennzeichnet.

Hans Adolf Vetter - Hans Adolf Vetter (1897-1963) beendete, nach mehrjähriger kriegsbedingter Unterbrechung, 1920 sein Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Oskar Strnad und Josef Frank. Seine Bedeutung für die österreichische Architektur liegt vor allem in seinen zahlreichen Publikationen der Zwischenkriegszeit, die der Moderne und ihren Anforderungen gewidmet sind. Für die Gemeinde Wien entwarf er das Wohnhaus Wehlistraße 309 in Wien 2 (1928-1930) und beteiligte sich an den Plänen zur Anlage Prager Straße 56-58 in Wien 21 (1925). Sein wichtigstes Bauwerk ist sein Beitrag zur Werkbundsiedlung, das Haus Woinovichgasse 11 in Wien 13 (1932). 1938 emigrierte Vetter nach London und von dort weiter in die USA, wo er 1948 einen Lehrauftrag am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh erhielt, den er bis 1963 ausführte.

Dokumente