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Ybbsstraße 40-42

Hof-Informationen Ybbsstraße 40-42

Detailinformationen

Ybbsstraße 40-42

Adresse

Ybbsstraße 40-42, 1020 Wien

Ybbsstraße 40-42, 1020 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1927 - 1928

Anzahl an Wohnungen

36

Architekt*in

Erich Franz Leischner

Wohnungen

36

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

3

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Wohnhausanlage in der Ybbsstraße 40-42 wurde nicht gesondert benannt. Die Straße, in der sie sich befindet, heißt seit 1905 nach dem gleichnamigen Fluss in Niederösterreich.

Die Wohnhausanlage liegt inmitten des Stuwerviertels, das von der Ausstellungsstraße, der Lassallestraße und der Donau begrenzt wird. Lange Zeit war ein Teil des heutigen Stuwerviertels - wegen seiner Nähe zur damals noch unregulierten Donau - Augebiet. Erst nach Abschluss der Donauregulierung 1875 setzte hier die städtebauliche Entwicklung ein. Seinen Namen verdankt das Viertel Johann Georg Stuwer (1732-1802), der ab 1774 die Wienerinnen und Wiener mit Kunstfeuerwerken begeisterte. Seine Nachfahren waren bis 1879 im nahe gelegenen Prater als Feuerwerksveranstalter tätig.

Architektur und Kunst

Die glatten Fronten der beiden äußersten Fensterachsen heben das Wohnhaus von seinen plastisch durchgestalteten Nachbargebäuden aus der Zeit um 1900 ab. Am Bau ist deutlich der Übergang von der expressionistischen Formgebung der frühen 1920er-Jahre zur reduziert schlichten Architektur im kommunalen Wohnbau der 1930er-Jahre zu erkennen. Die mit Klinker verkleidete Sockelzone ist über das Erdgeschoß hochgezogen und dezent zur Mitte hin vorgestuft. Über einem figurativ ausgeformten Relieffries setzen die glatten Fronten der über die Baulinie vorgezogenen Obergeschoße an. Zur Mitte hin wieder zurückspringend wird es ermöglicht, dem ersten Obergeschoß einen durchgehenden Balkon vorzulagern. Vertikale Akzente setzen zwei Achsenpaare hochrechteckiger Fenster, die - in vertiefte Wandfelder eingesetzt - zusätzlich die mehrschichtige Fassadenstruktur betonen. Die querrechteckigen Fenster des obersten Stockwerkes schließen das Gebäude kompakt nach oben hin ab. Im Gegensatz zur geschlossenen Straßenfront ist die Hoffassade großzügig mit Balkonen ausgestattet.

Erich Franz Leischner - Erich Franz Leischner (1887-1970) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien, u. a. bei Carl König. Bereits ab 1911 bis zu seiner Pensionierung 1949 war er für das Wiener Stadtbauamt tätig. Für das Rote Wien erbaute er neben zahlreichen Wohnhausanlagen unter anderem auch das Kongressbad (1928). In den 1930er-Jahren wurde nach seinem Konzept (gemeinsam mit Alfred Fetzmann) die Höhenstraße angelegt. Ab 1949 war er als selbständiger Architekt tätig. In dieser Zeit entstanden unter anderem die Rotundenbrücke (1953-1955) und die Salztorbrücke (1960-1961) nach seinen Entwürfen.

Der Bildhauer Josef Franz Riedl stattete die Fassade des Wohnhauses mit einem expressionistisch durchmodellierten Keramikrelief aus. In Fortsetzung des mit Klinker verkleideten Erdgeschoßes findet sich hier das Ziegelmotiv, in das Pflanzen und kleine Tiere eingesetzt sind.

Dokumente