Inhalte werden geladen ...

Ybbsstraße 31-33

Hof-Informationen Ybbsstraße 31-33

Detailinformationen

Ybbsstraße 31-33

Adresse

Ybbsstraße 31-33, 1020 Wien

Ybbsstraße 31-33, 1020 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1927 - 1927

Anzahl an Wohnungen

40

Architekt*in

Ferdinand Kaindl

Wohnungen

40

Waschküchen

1

Stiegen

3

Lokale

2

Fahrradbox

Ja

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Wohnhausanlage Ybbsstraße 31-33 wurde nicht gesondert benannt. Die Straße, in der sie sich befindet, heißt seit 1905 nach dem gleichnamigen Fluss in Niederösterreich.

Die Wohnhausanlage liegt inmitten des Stuwerviertels, das von der Ausstellungsstraße, der Lassallestraße und der Donau begrenzt wird. Lange Zeit war ein Teil des heutigen Stuwerviertels - wegen seiner Nähe zur damals noch unregulierten Donau - Augebiet. Erst nach Abschluss der Donauregulierung 1875 setzte hier die städtebauliche Entwicklung ein. Seinen Namen verdankt das Viertel Johann Georg Stuwer (1732-1802), der ab 1774 die Wienerinnen und Wiener mit Kunstfeuerwerken begeisterte. Seine Nachfahren waren bis 1879 im nahe gelegenen Prater als Feuerwerksveranstalter tätig.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage wurde zwischen zwei Wohnhäusern aus der Zeit um 1900 errichtet. Der um 1910 in Tschechien tätige Architekt Ferdinand Kaindl scheint hier stark von den Formen des Tschechischen Kubismus beeinflusst, die durch massive und spitze Kanten geprägt sind. Über einer niedrigen Sockelzone, die als Rahmen um den mittig gelegenen Eingang hochgezogen ist, sind zunächst die in dezent vorspringende Wandfelder eingefassten Fenster der ersten beiden Geschoße angeordnet. Durch ein kräftiges Gesimsband getrennt setzen darüber die oberen drei Stockwerke an, die von wuchtig vortretenden Balkonbrüstungen dominiert werden. Der Eingangsbereich wird durch zwei Rundfenster und eine Verdachung mit massivem Zahnfries besonders hervorgehoben. Darüber setzen zwei Achsen schmaler, hochrechteckiger Fenster an; überfangen von einem Blendrundbogen und einem Dreiecksgiebel mit begleitendem Zahnfries, durchschneiden sie die Fassade in zwei symmetrische Hälften. Die beiden äußersten Achsen sind wie der Mittelteil durch das verkröpfte und mit einem Zahnfries versehene Dachgesims risalitartig abgesetzt. Sich über je eine Achse erstreckende Dachausbauten ermöglichen den Anschluss an die Bauhöhe der Nachbarhäuser.

Ferdinand Kaindl - Ferdinand Kaindl (1884-1945) studierte von 1905 bis 1908 Architektur in der Meisterschule von Otto Wagner an der Akademie der bildenden Künste Wien. Über seinen beruflichen Werdegang sind kaum Daten bekannt. Er dürfte zunächst in Schlesien als Architekt tätig gewesen sein, wo 1910 ein Landhaus in Gräfenberg (Tschechien) nach seinen Plänen errichtet wurde. In der Zwischenkriegszeit entwarf Kaindl in Wien die kommunale Wohnhausanlage Ybbsstraße 31-33 in Wien 2 (1927) und sein eigenes Einfamilienhaus Felixgasse 95 in Wien 13 (1931).

Dokumente