Detailinformationen
Adresse
Marinelligasse 1, 1020 Wien
Marinelligasse 1, 1020 Wien
Taborstraße 94, 1020 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1926 - 1926
Anzahl an Wohnungen
49
Architekt*in
Leopold Schulz
Wohnungen |
49 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Marinelligasse ist nach dem Gründer des Leopoldstädter Theaters benannt worden: dem Dichter und Schauspieler Karl Edler von Marinelli (1745-1803).
Ursprünglich waren in der 1. Stiege des Gebäudes neben einem Geschäftlokal und dem Kindergarten auch Amtsräume für die Krankenkasse untergebracht. In den 1960er-Jahren wurden diese jedoch zu Wohnungen umgebaut. Der Kindergarten, 1961 renoviert, besteht weiterhin und beherbergt Kinder zwischen 3 und 6 Jahren.
Architektur und Kunst
Der ungewöhnliche Grundriss dieses Baus ist durch die spitzwinkelige Eckparzelle bedingt. Dabei gruppieren sich die drei Stiegen um einen seitlich erschlossenen Hof und lassen so einen intimen Charakter entstehen. Die Mitte des Innenhofes bildet ein bepflanztes Steinmonument, umgeben von einer Sitzbank, die zum Verweilen einlädt. Die Hoföffnung ist in die Fassade eingegliedert und durch Loggien hervorgehoben. Das Gebäude fällt durch seine außergewöhnliche Färbung auf: im Sockelbereich ein dunkles Rot, das sich an der Fassade in den Fensterumrandungen wiederholt und einen Kontrast zur ansonsten beigen Mauer bildet.
Leopold Schulz - Leopold Schulz (1883-1945) besuchte die Staatsgewerbeschule in Wien. Nach einigen Praxisjahren war er ab 1913 als Architekt und Baumeister in Wien aktiv. In der Zeit von 1925 bis 1938 plante er als Wiener Stadtbaumeister selbst nur zwei Wohnhäuser. Leopold Schulz kam 1945 im Konzentrationslager Mauthausen ums Leben.