Detailinformationen
Adresse
Grimmgasse 11-13, 1150 Wien
Grimmgasse 11-13, 1150 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1965 - 1967
Anzahl an Wohnungen
28
Architekt*in
Franz Marx
Wohnungen |
28 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildete 1961 ein städtebauliches Konzept von Roland Rainer. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Wohnhausanlage wurde nach dem christlich-sozialen Gewerkschaftsfunktionär Alois Küblböck (26. 6. 1900 - 15. 8. 1963) benannt. Küblböck, der 1938 mit dem so genannten "Prominententransport" ins KZ Dachau deportiert worden war, war von 1945 bis 1949 Mitglied des Wiener Gemeinderates.
Der Tuchfabrikant und Pottasche-Erzeuger Franz Wenzel Dadler kaufte 1799 die Besitzung "Braunhirschen", einen die Grimmgasse umgebenden Vorort, und kurbelte durch Parzellierung die Bautätigkeit in diesem Gebiet an. Auf Dadlers Tätigkeit geht somit die Besiedelung der Gegend rund um die Grimmgasse zurück. An der Stelle des Alois-Küblböck-Hofes befand sich bis 1962 ein Wohnhaus mit sieben Wohnungen und vier Lokalen.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage wurde auf einem hakenförmigen Grundriss errichtet, wobei der Hoftrakt entlang einem öffentlichen Durchgang in Richtung Braunhirschengasse verläuft. Die Straßenfassade des fünfgeschoßigen Gebäudes ist zurückhaltend gestaltet und entspricht damit den in den 1960er-Jahren vorherrschenden stilistischen Tendenzen im sozialen Wohnbau in Wien: Über einem Sockelgeschoß folgen die vier Hauptschoße ohne jedwede vertikale oder horizontale Gliederung durch architektonische Elemente. Die Fassade wird lediglich durch die Fensterachsen - große Fenster außen, kleine in der Mitte - dreigeteilt. Die Verglasung der zwei Stiegen, über die der Bau erschlossen wird, bestimmt die Hoffassaden. Diese Form der Beleuchtung von Stiegenhäusern wird sich in den 1970er-Jahren durchsetzen und ist bei vielen Wohnhäusern dieser Zeit zu beobachten.
Franz Marx - Franz Marx (geb. 1926) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Nach seinen Plänen wurden in Wien zahlreiche Wohnhäuser errichtet. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem den Alois-Küblböck-Hof in Wien 15 (Grimmgasse 11-13, 1965-1967) und die Wohnhäuser Castelligasse 3 in Wien 5 (1972/73) und Salzergasse 14 in Wien 9 (1969/70).