Inhalte werden geladen ...

Springergasse 22

Hof-Informationen Springergasse 22

Detailinformationen

Springergasse 22

Adresse

Springergasse 22, 1020 Wien

Springergasse 22, 1020 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1968 - 1968

Anzahl an Wohnungen

16

Architekt*in

Erika Hotzy-Peters

Wohnungen

16

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Benannt wurde die Straße 1872 nach Daniel Lazarus Springer (1614-1687). Springer war von 1670 bis 1673 und 1678/79 Bürgermeister von Wien.

Das Areal, auf dem die Wohnhausanlage steht, gehörte im 18. Jahrhundert den Grafen Volckhra, verballhornt Volkert (nach ihnen ist der Volkertplatz in Wien 2 benannt). Begrenzt wurde das "Am Volkert" genannte Gebiet von den Straßen Am Tabor, Taborstraße, Große Stadtgutgasse und Nordbahnstraße. Im Zuge der um 1850 erfolgten Stadterweiterung wurde das Brachland, vor allem seit der 1875 abgeschlossenen Donauregulierung, parzelliert und verbaut. Ein wichtiger Impuls für die Entwicklung des Gebiets war der 1865 eröffnete Nordbahnhof, der allerdings aufgrund starker Beschädigung im Zweiten Weltkrieg 1965 abgerissen werden musste.

Architektur und Kunst

Die sechs Geschoße umfassende Wohnhausanlage ist unauffällig in die geschlossene Straßenverbauung der Springergasse eingegliedert. Einzig mit ihrem breiten, über die fünf Obergeschoße reichenden Erker ragt sie über die einheitliche Baulinie hinaus. An der rechten Gebäudeseite befindet sich im Erdgeschoß befindet sich der zweigeteilte Eingangsbereich: ein schmaler Einschnitt für die Fußgänger und eine breite Öffnung für Fahrzeuge. Die glatte Putzfassade ist nahtlos von der niedrigen Sockelzone bis zum Dachansatz hochgezogen. Der von Achsen französischer Fenster flankierte Erker wird durch vier Achsen gleichförmiger Fenster strukturiert. Die beiden jeweils mittig liegenden Fenster sind eng zu Paaren zusammen gerückt und sorgen so für eine Zentrierung der Fassade auf die Mittelachse. Ein schlichtes, durchgezogenes Dachgesims schließt den Fassadenaufbau kompakt nach oben hin ab. An der Hofseite ragt ein breiter Mittelrisalit vor. Auch dieser wird von Achsen französischer Fenster flankiert. Die Fassadenfläche des Risalits wird von Fenstern unterschiedlicher Größe symmetrisch gegliedert.

Erika Hotzy-Peters - Erika Hotzy-Peters (geb. Karrer, 1919-2002; auch Erika Peters bzw. später Erika Hotzy) studierte von 1940 bis 1945 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Franz Schuster. Bereits während der Studienzeit arbeitete sie in den Büros von Otto Niedermoser und Carl Witzmann und im Hochbaubüro Siemens mit. Bevor sich Erika Hotzy-Peters 1952 als Architektin selbständig machte, leitete sie unter anderem die Bautischlerei Dr. Franz Thiel in Wien 16 (1948) und war Kostümberaterin der Wessely-Filmgesellschaft (1949). Mit ihrem Ehemann Alexander Peters entwarf sie sodann vor allem in den Bundesländern zahlreiche Wohnhausanlagen und gestaltete in Wien rund 16 Bankfilialen. Für die Gemeinde Wien plante sie von den 1950er-Jahren bis in die 1980er-Jahre mehrere Wohnhäuser, zuletzt in Arbeitsgemeinschaft mit Libuse Partyka und Eugenie Pippal-Kottnig. Beachtenswert sind ihr angekaufter Wettbewerbsbeitrag zum Flughafen Wien-Schwechat und das mit einem Preis honorierte Sanierungsprojekt des Blutgassenviertels in Wien 1 (beide 1950er-Jahre). Von Hotzy-Peters stammt auch die Schutzumhüllung für den "Stock im Eisen" in Wien 1 (Ecke Kärntner Straße/Am Graben).

Dokumente