Detailinformationen
Adresse
Negerlegasse 4, 1020 Wien
Negerlegasse 4, 1020 Wien
Negerlegasse 4, 1020 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1962 - 1965
Anzahl an Wohnungen
54
Architekt*in
Alfred Viktor Pal
Wohnungen |
54 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Gasse, in der sich das Wohnhaus befindet, ist seit 1862 nach Michael Negerle (1786 - 1859) benannt. Michael Negerle, ein Kaufmann, war um 1841 der Erbauer des ersten Hauses in der Gasse.
Die Umgebung des Wohnhauses war bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts öde und verwahrlost. Man befürchtete damals einen Überfall der Türken von der Wasserseite aus, wodurch die Bewohner des "Oberen Falls" (heute Obere Donaustraße) der größten Gefahr ausgesetzt gewesen wären. Erst viel später wurde das Gelände sukzessive erschlossen, das erste Haus in der Negerlegasse wurde erst nach 1841 erbaut. Das Grundstück, auf dem dieser Gemeindebau steht, ging 1941 aus dem Besitz der Firma Schöller an die Stadt Wien über.
Von 2015 bis 2019.
Die Wohnhausanlage wurde umfassend saniert und modernisiert. Auf dem Flachdach wurde eine Dämmung und Abdichtung durchgeführt. Außerdem wurden Aufzüge instandgesetzt und erweitert sowie die Stiegenhaustüren erneuert. Durch die thermische Optimierung konnte der Heizwärmebedarf um 76% gesenkt werden.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage umfasst zwei fünfstöckige und ein vierstöckiges Gebäude mit je einer Stiege. Zwei der Trakte, die einander gegenüber liegen, sind mit der Längsseite parallel zur Negerlegasse ausgerichtet; ein Dritter ist im Verhältnis zu diesen um 90 Grad gedreht. Zwischen den Bauten befinden sich begrünte Zonen. Der Wohnkomplex ist nach einheitlichen Prinzipien gestaltet. Das Erdgeschoß weist einen schmalen Sockel auf, der von der hellgrauen Grundfarbe der Gebäude durch dunklere Tönung abgesetzt ist. Weiße Farbstreifen werden sowohl als horizontales als auch als vertikales Gliederungselement eingesetzt. Sie akzentuieren die Ecken der Trakte und betonen die einzelnen Geschoße. An einer der Längsseiten befindet sich jeweils ein überdachter Eingangsbereich, der aus der Mitte verschoben ist. Er bildet mit breiten Fenstern, zwischen denen jeweils ein dunkelgraues Band verläuft, eine Achse aus, die von einem Dacherker bekrönt wird. An den gegenüberliegenden Längsseiten setzt jeweils eine aus Balkonen gebildete Achse einen asymmetrischen Akzent. Die Schmalseiten der Trakte weisen jeweils eine ebenfalls aus der Mitte verschobene Fensterachse sowie fallweise Balkone auf.
Alfred Viktor Pal - Alfred Viktor Pal (1911-2007) studierte bis 1935 Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Während des Zweiten Weltkrieges war er mit der Planung und Ausführung von Bauten der Luftwaffe betraut. Nach 1945 beteiligte sich Pal vor allem am Wiederaufbau. Mehrere Wohn- und Gewerbebauten wurden, vorwiegend in Gemeinschaftsarbeit mit anderen Architekten, nach seinen Entwürfen realisiert.