Detailinformationen
Adresse
Simmeringer Hauptstraße 93, 1110 Wien
Simmeringer Hauptstraße 93, 1110 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1960 - 1961
Anzahl an Wohnungen
34
Architekt*in
Kurt Eckel
Wohnungen |
34 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
5 |
Lokale |
9 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Benannt ist die Wohnhausanlage nach dem früheren Bezirksvorsteher Simmerings Eduard Pantucek (1887-1961). Pantucek übte dieses Amt ab 1921 aus, während jener Zeitspanne, in der Simmering durch die Errichtung zahlreicher sozialer Einrichtungen und Wohnhausanlagen zur Arbeiterhochburg heranwuchs. 1934 wurde er von den Faschisten gewaltsam seines Amtes enthoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er für wenige Monate in das Amt zurück.
Vor dem Pestjahr 1679 war das Gebiet des heutigen Simmering, damals noch ein kleines Dorf im Bereich der Laurenzkirche, ein ertragreiches Weinbaugebiet. Nach der Verwüstung durch die Türken 1683 vollzog sich im Ort eine Rückbildung zur bäuerlichen Struktur mit kleinteiligen Feldern. Das Siedlungsgebiet dehnte sich jedoch von der Laurenzkirche ausgehend Richtung Geiselberg aus und 1772 wurde der Straßenzug der heutigen Kopalgasse, damals Theresiengasse bezeichnet, angelegt. Bis 1860 blieb Simmering ein kleines Dorf. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelten sich hier größere Industrieunternehmen an, denen es im Stadtgebiet zu eng wurde. An der Stelle der Wohnhausanlage stand bis 1957 eine ein- bis zweigeschoßige, zwei Höfe umschließende Häusergruppe aus dem 19. Jahrhundert. Das straßenseitig liegende Biedermeierhäuschen wurde als "Fink-Haus" bezeichnet.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage gliedert sich in einen ebenerdigen Trakt mit Geschäftslokalen entlang der Simmeringer Hauptstraße und ein fünf Geschoße umfassendes, quer zur Straße stehendes Gebäude, dessen Erdgeschoß an der Straße ebenfalls als Geschäftszone ausgebildet ist. Über zwei Durchgänge im Lokalblock gelangt man zum Innenhof, von wo aus die drei Stiegenhäuser des Wohngebäudes erschlossen werden. Die Zugänge sind mit weit vorkragenden Vordächern versehen. Die großflächigen, vertikal strukturierten Fenster der Stiegenhäuser und die schmalen Wandfelder dazwischen sind vertieft in die glatte Fassade eingeschnitten. Sie reichen jedoch nur bis zum Sturz der obersten Fensterreihe, wodurch ihre vertikale Wirkung stark eingeschränkt wird. Unterstützt vom schlicht durchgezogenen Dachgesims entsteht so ein geschlossener, kompakter Fassadenaufbau, der das Erscheinungsbild des Wohnhauses prägt. Die Fassadenfelder werden durch Achsen unterschiedlich großer, einfach gerahmter Fenster strukturiert. An der im Hof liegenden Stirnseite und an der zur Dittmanngasse ausgerichteten Front sind die Wohnungen mit Balkonen ausgestattet. Das frei stehende, ebenerdige Gebäude an der Dittmanngasse wurde ursprünglich als TBC-Station errichtet. Heute ist darin ein Kindergarten untergebracht.
Kurt Eckel - Dr. Kurt Eckel (geb. 1921) ist Architekt, Bühnenbildner, Mosaizist, Maler, Medailleur und Grafiker. Für das Wohnbauprogramm der Stadt Wien errichtete er gemeinsam mit Herbert Wüster die Wohnhausanlagen Bachgasse 22 (1985/86, Wien 16) und Friedrich-Kaiser-Gasse 27 (1985/86, Wien 16). Weitere von Kurt Eckel geplante Projekte sind die Volkschule Sahulkagasse (1980/81, Wien 10; gemeinsam mit Herbert Prehsler) und die Fernmeldezentrale im Wiener Arsenal (1973-1978, Wien 3).