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Hildegard-Burjan-Hof

Hof-Informationen Hildegard-Burjan-Hof

Detailinformationen

Hildegard-Burjan-Hof

Adresse

Speisinger Straße 46-48, 1130 Wien

Speisinger Straße 46-48, 1130 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1994 - 1995

Anzahl an Wohnungen

31

Architekt*in

Walter Buck

Wohnungen

31

Waschküchen

1

Stiegen

4

Lokale

5

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Die Wohnhausanlage ist nach Hildegard Burjan (1883-1933) benannt, die 1919 die karitative Schwesterngemeinschaft "Caritas Socialis" gründete. Sie entstammte einer jüdischen Familie und war 1909 zum katholischen Glauben konvertiert. Hildegard Burjan war für die Christlichsoziale Partei im Wiener Gemeinderat tätig und zog 1919 als erste christlichsoziale Abgeordnete der Ersten Republik in den Nationalrat ein. Eine Gedenktafel soll an ihre Verdienste und ihren Einsatz für die Rechte der Frauen erinnern.

Die Speisinger Straße galt in Richtung Norden als Hauptstraße des ehemaligen Straßendorfes Lainz und stellte eine Verbindung zu Mauer her. An der Stelle des heutigen Wohnbaus gab es davor einen dreigeschoßigen Altbau mit sechs Wohnungen. Der Vorgängerbau wurde 1991 abgerissen, um wenige Jahre später mit dem Bau der Wohnhausanlage beginnen zu können.

Architektur und Kunst

Der langgestreckte Wohnbau liegt an der Speisinger Straße und schließt im Südwesten direkt an einen anderen neuen Wohn- und Geschäftsbau an. Die Anlage erstreckt sich über fünf Geschoße, die Wohnungen sind auf vier Stiegenhäuser aufgeteilt. Die Eingänge befinden sich an der Rückseite, der Zugang erfolgt seitlich der Wohnhausanlage. Im Erdgeschoß gibt es ein Polizeiwachzimmer und ein Geschäftslokal, im Keller wurde eine Tiefgarage untergebracht. Die straßenseitige Fassade wird von einem strengen System von vertikalen und horizontalen Gliederungselementen dominiert. Schmale vertikale Wandstreifen unterbrechen die breiten mehrteiligen Fensterreihen. Das Dachgeschoß ist von der Baulinie nach hinten versetzt, deshalb konnten die Dachgeschoßwohnungen mit Terrassen ausgestattet werden. An der hofseitigen Fassade wird das System vertikaler Streifen und horizontaler Flächen aufgegriffen. Anstelle der großen verglasten Flächen kommen hier schmale Fenster zum Einsatz, die von einer glatten Mauerfläche ergänzt werden. Ein besonderes Merkmal der Wohnhausanlage ist das spitze Hauseck in Norden, das sich von der Hofseite in Richtung Speisinger Straße schräg nach vorne entwickelt.

Walter Buck - Walter Buck (geb. 1943 in Wels/OÖ) studierte bis 1972 Architektur an der Technischen Universität in Graz. Im Anschluss war er zunächst in verschiedenen Architekturbüros in London und in Wien tätig. 1980 machte sich Walter Buck als Architekt selbständig und ging 1984 eine Arbeitsgemeinschaft mit Uta Giencke ein. Walter Buck plante neben mehreren Wohnbauten, wie etwa der WHA Speisinger Straße 46-48 Wien 13 (1993-1995), auch das Tabakmuseum in Wien 7 (1999-2001). Zudem leitete er den Umbau der Generaldirektion der Austria Tabak in Wien 9 (1983) und war am Umbau der Arbeiterkammer Wien in Wien 4 (2001-2004) beteiligt.

Dokumente