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Josef-Schober-Hof

Hof-Informationen Josef-Schober-Hof

Detailinformationen

Josef-Schober-Hof

Adresse

Grünentorgasse 7, 1090 Wien

Grünentorgasse 7, 1090 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1987 - 1989

Anzahl an Wohnungen

37

Architekt*in

Helmut Franz Ohner

Wohnungen

37

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

Ihr Hof ist mit 50 PKW-Stellplätzen ausgestattet

Geschichte

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Die Wohnhausanlage wurde nach dem Sozialdemokraten Josef Schober (1874-1960) benannt. Schober war über 15 Jahre lang Bezirksvorsteher des Alsergrundes, von 1919 - nach den ersten allgemeinen Wahlen - bis 1934. Darüber hinaus war er Träger der Ehrenmedaille der Stadt Wien.

Auf dem Gelände befand sich ursprünglich eine städtische Volksschule für Mädchen in einem dreigeschoßigen, teilweise unterkellerten Bau, welcher laut Planunterlagen der Baupolizei 1911 und 1916 kleinere Adaptierungen erfuhr. Im März 1938 wurde für diese Immobilie, die sich nunmehr im Besitz der NSDAP-Hitlerbewegung, Bezirksleitung Alsergrund IX, befand, die Bewilligung zum Umbau in ein Bezirksheim erteilt. Im Jahr 1941 war hier das NS-Fliegerkorps, Gruppe 17-Ostmark, untergebracht, nach dem Krieg wurde das Gebäude zum Amtshaus der Gemeinde Wien umfunktioniert. Dieses diente unter anderem der Unterbringung von "Fremdarbeitern für die Wiener Stadtwerke und Verkehrsbetriebe". Ehe man im April 1967 den Abbruch des Altbestandes beschloss, zog der Pensionistenklub "Roßau" - welcher auch im Nachfolgebau untergebracht ist - in die Räumlichkeiten ein.

Architektur und Kunst

Der Wohnbau in der Grünentorgasse 7 umfasst sechs Regelgeschoße. Die 37 Wohnungen - sechs pro Stockwerk plus eine Hauswartwohnung im Erdgeschoß - werden über zwei hofseitig gelegene Stiegenhäuser erschlossen. Im Erdgeschoß sind zudem die Räumlichkeiten eines Pensionistenklubs sowie die Abfahrt zur Tiefgarage untergebracht. Die übrigen Flächen sind als Lager, Abstell- und Müllräume ausgewiesen. Aufgrund dieser Sekundärnutzung liegt eine geschlossene Fassadengestaltung vor, sodass das Gebäude hier keine direkte Verbindung zum öffentlichen Straßenraum aufweist. Die in sich gekehrte Erdgeschoßsituation ist typisch für die Zeit der Postmoderne. Auch die übrige Fassade zeigt das für diese Architekturströmung typische Spiel von Symmetrien und präsentiert sich mit Erkern, Rundfenstern sowie nicht-konstruktiven Rundbögen (aus dem Schiffsbau), welche sich allerdings im Grundriss nicht wiederfinden.

Helmut Franz Ohner - Helmut Franz Anton Ohner (geb. 1926 in Wien) studierte nach einem so genannten Vorbereitungsjahr bei Prof. Otto Niedermoser in den Jahren 1945 bis 1951 Architektur an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf Ohner unter anderem den Josef-Schober-Hof in Wien 9, Grünentorgasse 7 (1987-1989).

Dokumente