Detailinformationen
Adresse
Landstraßer Hauptstraße 11, 1030 Wien
Landstraßer Hauptstraße 11, 1030 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1988 - 1990
Anzahl an Wohnungen
18
Architekt*in
Architektenguppe U-Bahn
Wohnungen |
18 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.
Die Wohnhausanlage wurde nach dem Politiker Josef Pfeifer (1887-1971) benannt. Pfeifer war von 1946 bis 1959 Bezirksvorsteher vom 3. Bezirk. Seine Amtszeit war von Bemühungen um den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Teile des 3. Bezirks bemüht.
Bis 1969 stand hier ein 1811 erbautes einstöckiges Haus mit einem langgestreckten ebenerdigen Hof. Über dem Eingang befand sich in einer Nische die Skulptur des Hl. Nikolaus. Er war der Patron der Nikolai-Vorstadt, die sich im Bereich Salmgasse/Rasumofskygasse um das bereits 1200 erwähnte und 1529 zerstörte Zisterzienserkloster St. Niklas bildete. Nach der Demolierung der Hofanlage wurde das Gelände als Parkplatz genützt. Im Zuge der Erbauung der U3 wurde das Wohnhaus errichtet und im hinteren Bereich der Josef-Pfeifer-Park angelegt.
Architektur und Kunst
Das sechs Stockwerke umfassende Gebäude wurde direkt über dem U-Bahnzugang Rochusmarkt errichtet. Erdgeschoß und erstes Obergeschoß sind durch Quaderwerk zu einer Einheit zusammengefasst, in die zwei gleich große Öffnungen eingeschnitten sind. Der linke Durchgang führt zur U-Bahnstation und zum Josef-Pfeifer-Park. Rechts gelegen ist der verglaste Zugang zum Stiegenhaus. In das Drittel dazwischen ist ein rundes Fenster zum U-Bahnabgang eingelassen. Ein zartes Gesimsband trennt die Quaderung der unteren Geschoße von der glatt verputzten Front der oberen Stockwerke. Eine Gliederung erfährt die schlichte Fassade durch die zu drei Paaren zusammengefassten Fensterachsen, wodurch die Dreiteilung der Sockelzone fortgesetzt wird. Die Hoffront wird durch zwei Achsen mit runden Balkonen rhythmisiert. Die Symmetrie wird allerdings durch den Rücksprung des Gebäudes über dem Durchgang gestört, der notwendig ist, um an die Baulinie des Nachbarbaus anschließen zu können.
Architektenguppe U-Bahn - Die Architektengruppe U-Bahn wurde 1970 von zwei Teams gegründet: Architekt Wilhelm Holzbauer (geb. 1930) und die Architekten Heinz Marschalek (geb. 1935), Georg Ladstätter (geb. 1936) und Bert Gantar (geb. 1935). Sie gingen als Sieger für den Entwurf einer neuen Wiener U-Bahn hervor. Spezialisiert auf die Planung und Errichtung von Systemen des öffentlichen Verkehrs wurde unter anderem auch das U-Bahn-System in Vancouver, Kanada, zum Teil nach ihren Entwürfen (1982-1986) realisiert.
In der Nische zwischen U-Bahnzugang und Hauseingang steht eine Kopie der Skulptur des Hl. Nikolaus, die sich am Vorgängerbau befand.