Detailinformationen
Adresse
Schliemanngasse 25, 1210 Wien
Schliemanngasse 25, 1210 Wien
Schliemanngasse 27, 1210 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1979 - 1981
Anzahl an Wohnungen
40
Architekt*in
Wolfgang Eder, Günther Oberhofer
Wohnungen |
40 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
Ihr Hof ist mit 29 PKW-Stellplätzen ausgestattet
Geschichte
Zwischen 1978 und 1981 wurde zur Wohnungsverbesserung in Wien insgesamt ein Darlehensvolumen für über 48.000 Wohnungen zugesichert. 39 Wohnanlagen wurden fertig saniert, an weiteren 86 mit einem Kostenaufwand von 52 Mio. Euro gearbeitet. Zusätzlich wurden über 6.000 neue Wohnungen fertig gestellt. Die Architektur wandelte sich - dank des technischen Fortschritts in der Plattenbauweise - vom Zeilenbau hin zu flexibler gestalteten Anlagen mit individuellem Charakter und mieterfreundlichen Grundrissen. Gleichzeitig verstärkte sich das Mietermitspracherecht und serviceorientierte Wohnungsberatungszentren wurden etabliert.
Die Gasse, in der der Wohnbau steht, ist seit 1910 nach dem deutschen Kaufmann Heinrich Schliemann (1822-1890) benannt. Nachdem dieser sich als Kaufmann in St. Petersburg ein gewisses Vermögen erwirtschaftet hatte, widmete er sich ganz der Altertumsforschung. Sein Durchbruch im Bereich der Feldforschung gelang 1868, als er Überreste der antiken Stadt Troja entdeckte.
Die Wohnhausanlage ist nach dem spanischen Schriftsteller und Dichter Federico García Lorca (1898-1936) benannt. Er stand auf Seiten der Spanischen Republik und wurde 1936 Opfer des Faschismus. Eine Gedenktafel erinnert noch heute an den Dichter und an die mehr als 2000 Österreicher, die in Spanien gegen den Faschismus kämpften.
Die Straße, in der der Wohnbau steht, liegt parallel zur Schlosshofer Straße, der ehemaligen Dorfstraße von Floridsdorf. Während die Schlosshofer Straße um 1900 bereits durchgängig verbaut war, gab es im Bereich der Schliemanngasse noch unverbautes Grünland. Die Schliemanngasse ist erst im 20. Jahrhundert angelegt worden, daher ist sie auf Karten aus der Zeit um 1900 noch nicht eingezeichnet.
Architektur und Kunst
Der Wohnbau in der Schliemanngasse liegt direkt gegenüber dem Geriatriezentrum Floridsdorf und fällt vor allem durch die abwechslungsreiche Gestaltung der Fassade auf. Die helle grau-blaue Farbigkeit der Fassade und die blauen Fensterrahmen erwecken einen lebendigen Gesamteindruck des Gebäudes. Die Anlage erstreckt sich über fünf Geschoße und verfügt über ein ausgebautes Dachgeschoß mit Terrassenanlagen. Ein hervorstechendes Merkmal des Wohnbaus sind die ungewöhnlichen dreieckigen Erker, die sich über das erste und vierte Stockwerk ziehen. Die Erker sind vertikal durch Pfeiler miteinander verbunden, dadurch entsteht eine optische Verbindung der obersten vier Stockwerke.
Wolfgang Eder - Wolfang Eder (geb. 1936) studierte Architektur bei Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste Wien. Unter anderem plante er für die Gemeinde Wien zusammen mit Günther Oberhofer den Federico-Garcia-Lorca-Hof in Wien 21, Schliemanngasse 25 (1979-1981).
Günther Oberhofer - Günther Oberhofer (geb. 1939) war nach dem Abschluss seines Architekturstudiums an der Technischen Universität Wien 1965 für verschiedene Architekturbüros tätig. 1978 gründete er sein eigenes Büro. Für die Stadt Wien realisierte er mehrere Projekte, darunter den Federico-Garcia-Lorca-Hof (Schliemanngasse 25, Wien 21, gemeinsam mit Wolfgang Eder) und das Wohnhaus Haberlgasse 86 (Wien 16, gemeinsam mit Josef Krawina).