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Hans-Binder-Hof

Hof-Informationen Hans-Binder-Hof

Detailinformationen

Hans-Binder-Hof

Adresse

Lindengasse 61-63, 1070 Wien

Lindengasse 61-63, 1070 Wien

Zieglergasse 17, 1070 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1962 - 1964

Anzahl an Wohnungen

44

Architekt*in

Fritz Judtmann, Anton Steflicek

Wohnungen

44

Waschküchen

1

Stiegen

3

Lokale

23

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 70er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Hans Binder, geb. 1900 in Hadres, trat 1954 - nach seiner sozialdemokratischen Vergangenheit in Deutschland und seiner Verhaftung durch die NS - das Amt des stellvertretenden Bezirksvorstehers in Neubau an. Von 1959 bis 1969 war er Mitglied des Wiener Gemeinderates, bis 1970 Bezirksobmann der SPÖ.

Das Gebäude ist Sitz von zwei Magistratsabteilungen der Stadt Wien: Hofseitig befindet sich ein Depot der "Städtischen Straßenreinigung", auf Nr. 61 die Bezirksdienststelle der MA 31, "Wasserwerke der Stadt Wien". Im Laufe der Zeit haben sich in den öffentlichen Räumen im Erdgeschoß zahlreiche freischaffende "Künstler" angesiedelt.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage besteht aus sieben Geschoßen, wobei das oberste als Staffelgeschoß ausgebaut wurde - es dient als Terrasse. Das Erdgeschoß und das erste Obergeschoß werden öffentlich genützt und heben sich durch die Fassadengestaltung und die sechsflügeligen Fenster - vier vertikale und zwei horizontale - von den Wohngeschoßen ab. Mittig an der Fassade zur Zieglergasse gibt es ab dem 2. Geschoß einen Erker, der über vier Geschoße reicht. Die Fassade der Wohngeschoße ist glatt verputzt und die zweiflügeligen Fenster sind ohne zusätzliche Dekoration wie Rahmen oder Fensterverdachung in die Mauer eingeschnitten. Das Wohnhaus besitzt zwei Stiegenhäuser. Über den straßenseitigen Eingang zur Stiege 1 findet man die Gedenktafel an Hans Binder, bei Nr. 63 gelangt man durch ein Gittertor in den rückwärtigen Hof mit dem Zugang zum zweiten Treppenhaus.

Fritz Judtmann - Fritz Judtmann (1899-1968) studierte von 1918 bis 1922 an der TH Wien, wo er 1928 promovierte. Zusammen mit Egon Riss errichtete er für das Rote Wien unter anderem die Wohnhausanlage Diehlgasse 20-26 in Wien 5 (1928) und den TBC-Pavillon im Lainzer Krankenhaus (1929-1931). Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand unter anderem die Wohnhausanlage Lindengasse 57 in Wien 7 (1966-1968) nach seinen Plänen.

Anton Steflicek - Anton Steflicek (1909-1988) studierte ab 1931 Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Clemens Holzmeister. Für die Gemeinde Wien entwarf er gemeinsam mit Fritz Judtmann unter anderem den Hans-Binder-Hof in Wien 7 (Lindengasse 61, 1962-1964) und die Wohnhausanlage Vollbadgasse 3-5 in Wien 17 (1953-1957). Nach den Plänen von A. Steflicek erfolgte auch der Wiederaufbau der 1944 durch Bomben schwer beschädigten Antoniuskirche am Antonsplatz in Wien 10.

Dokumente