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Frieda-Nödl-Hof

Hof-Informationen Frieda-Nödl-Hof

Detailinformationen

Frieda-Nödl-Hof

Adresse

Rochusgasse 3-5, 1030 Wien

Rochusgasse 3-5, 1030 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1977 - 1978

Anzahl an Wohnungen

33

Architekt*in

Herbert Müller-Hartburg

Wohnungen

33

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

10

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

Ihr Hof ist mit 57 PKW-Stellplätzen ausgestattet

Geschichte

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Im Durchgang ist eine Gedenktafel zur Erinnerung an Frieda Nödl (1898 - 1979) angebracht. Sie trat bereits 1923 der SDAP bei und war ab dem Verbot der Partei 1934 als illegale Funktionärin tätig. 1938 wurde sie verhaftet und zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Von 1945 bis 1964 gehörte sie dem Wiener Gemeinderat an.

An der Stelle der Wohnhausanlage standen bis nach dem Zweiten Weltkrieg zwei ebenerdige 1787 bzw. 1788 errichtete Häuser, wie man sie heute noch vereinzelt in der Rochusgasse vorfindet. Das Haus Nr. 5 trug das Schild "Zum goldenen Strauß" und besaß einen idyllischen Garten mit Gartenhaus. Die Häuser mussten aufgrund von Baufälligkeit 1952 demoliert werden.

Architektur und Kunst

Das Erdgeschoß des acht Geschoße umfassenden Wohnhauses ist als Geschäftszone ausgebildet. Hier befindet sich auch in Verlängerung der Pfarrhofgasse ein öffentlicher Durchgang. Die Wohnungen werden nach dem Konzept des Laubenganghauses über ein zentrales Stiegenhaus erschlossen. Das turmartig überhöhte Stiegenhaus durchschneidet die gleichförmig in Laubengänge aufgelöste Straßenfront. Die Brüstungen der Gänge bestehen aus einzelnen Betonplatten, die konstruktivistisch schräg in massive Haken eingehängt sind. Auch die Träger, auf denen die Gänge lasten, sind deutlich sichtbar. Die Rückfront des Gebäudes wird durch vor die Fassadenflucht gezogene Loggienachsen gegliedert. Die Fensterachsen sind mittels Klinker zu Paaren zusammengefasst und an die Loggien angebunden, wodurch dem Gebäude hier, im Gegensatz zur Straßenfront, ein eher unruhiges, belebtes Erscheinungsbild verliehen wird.

Herbert Müller-Hartburg - Herbert Müller-Hartburg (geb. 1925) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Graz und war ab 1958 freiberuflich in Wien tätig. Er engagierte sich lange Zeit in der Bundesingenieurkammer, für die Gemeinde Wien entwarf er in einer Arbeitsgemeinschaft die Wohnhausanlage Ankerbrotgründe (Wien 10) sowie den Frieda-Nödl-Hof (Wien 3).

Im Garten des Hinterhofes steht entlang des öffentlichen Durchganges die von Walter Leitner geschaffene Bronzefigur "Tänzerin" (1978).

Dokumente