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Franz-Graczoll-Hof

Hof-Informationen Franz-Graczoll-Hof

Detailinformationen

Franz-Graczoll-Hof

Adresse

Flachgasse 36-46, 1150 Wien

Flachgasse 36-46, 1150 Wien

Nobilegasse 31-35, 1150 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1974 - 1977

Anzahl an Wohnungen

116

Architekt*in

Richard Jicha, Leopoldine Schwarzinger

Wohnungen

116

Waschküchen

3

Stiegen

6

Lokale

3

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

Ihr Hof ist mit 68 PKW-Stellplätzen ausgestattet

Geschichte

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Die Wohnhausanlage wurde am 8. 10. 1987 nach dem langjährigen Obmann des Bildungsausschusses der SPÖ, Franz Graczoll (1905-1984), benannt. Von 1950 bis 1954 war Graczoll auch Bezirksrat. Eine Plakette an der Hausfassade in der Flachgasse erinnert an ihn.

Im 15. Wiener Gemeindebezirk entstanden in der Zwischenkriegszeit zahlreiche Gemeindebauten - eine Entwicklung, welcher der Zweite Weltkrieg ein jähes Ende setzte. Die Wohnhausanlage Nobilegasse 36, die neben dem Franz-Graczoll-Hof liegt, war - zusammen mit jener in der Sturzgasse 29 - der erste Neubau im Bezirk nach dem Krieg. Für die Errichtung des Franz-Graczoll-Hofes wurden das ursprünglich auf dem Gelände befindliche Umspannwerk der städtischen Elektrizitätswerke - das so genannte Unterwerk "Rudolfsheim" - sowie ein städtisches Althaus im Jahr 1973 abgetragen.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage besteht aus zwei siebengeschoßigen Gebäuden in der Flachgasse und in der Nobilegasse. Ein begrünter, mit einem Kinderspielplatz ausgestatteter Innenhof verbindet die Trakte miteinander. Der längere Bauteil in der Flachgasse setzt sich aus vier, jener in der Nobilegasse aus zwei Baukörpern zusammen, die dem Straßengefälle folgend zueinander versetzt angeordnet sind. Jeder Baukörper wird über eine Stiege erschlossen. Durch ihre abfallenden Fenster fungieren die Stiegenhäuser als optische Bindeglieder zwischen den einzelnen Baukörpern. Im Gebäude in der Nobilegasse befindet sich ein Pensionistenheim mit einem Veranstaltungssaal. Die zur Anlage gehörende Tiefgarage ist über die Flachgasse befahrbar.

Richard Jicha - Richard Jicha (1924-1982) studierte ab 1946 bei F. Adolf Lutz und Lois Welzenbacher an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien plante er etwa zusammen mit Leopoldine Schwarzinger den Franz-Graczoll-Hof in Wien 15, Flachgasse 36-46 (1974-1977).

Leopoldine Schwarzinger - Leopoldine Schwarzinger (geb. Pollak, 1913-2002) studierte vor dem Zweiten Weltkrieg Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach 1945 war sie (unter den Namen L. Schwarzinger und L. Kirschner) vor allem im Wiederaufbau tätig und entwarf vorwiegend in Gemeinschaft mit anderen Architekten mehrere Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien. Von ihr stammen unter anderem die Pläne für die Wohnhäuser Oberlaaer Straße 87 in Wien 10 (1956) und Geibelgasse 10 in Wien 15 (1978-1980); zusammen mit Felix Hasenöhrl entwarf sie die Anlage Römersthalgasse 9-17 in Wien 11 (1961/62).

Dokumente