Detailinformationen
Adresse
Döblinger Hauptstraße 87-93, 1190 Wien
Döblinger Hauptstraße 87-93, 1190 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1955 - 1957
Anzahl an Wohnungen
111
Architekt*in
Kurt Schlauß, Ladislaus Hruska
Wohnungen |
111 |
|---|---|
Waschküchen |
3 |
Stiegen |
5 |
Lokale |
10 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Wohnhausanlage wurde nach dem Philosophen und Literaturkritiker Dr. Emil Reich (1864-1940) benannt. Er war von 1904 bis 1933 Professor für Ästhetik an der Universität Wien. Die Grillparzer-Gesellschaft sowie das Volksheim Ottakring wurden von ihm mitbegründet. Auch die volkstümlichen Universitätsvorträge gehen auf ihn zurück.
Döbling wurde erstmals 1114 als de Teopilic urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom slawischen topl’ika ("sumpfiges Gewässer" bzw. "sumpfige Stelle") ab, womit auf die Lage am Krottenbach hingewiesen wird. Bei der Bildung des Bezirkes 1890 bis 1892 wurden mehrere Vororte zum 19. Bezirk zusammengelegt und Wien eingemeindet. Dabei wurde der Name Döbling schließlich von der größten Gemeinde Ober-Döbling für den gesamten Bezirk übernommen.
Architektur und Kunst
Der Hof besteht aus vier nebeneinander liegenden Gebäudeblöcken. Die beiden äußeren (Nr. 87, Nr. 93) schließen jeweils an die Nachbargebäude an. Die mittleren Blöcke (Nr. 89, Nr. 91) stehen frei und treten etwas hinter die Baulinie zurück. Die äußeren Häuser sind schlichte fünf- bis sechsgeschoßige Bauten mit Lochfassade und Satteldach, an den Seiten sind Balkone angebracht. Das Haus Nr. 87 ziert ein über vier Geschoße reichendes Eckmosaik. Die mittleren Wohnblöcke sind achtgeschoßig und ebenfalls sehr einfach gestaltet. Die Straßenfassade wird durch einen Mittelrisaliten mit seitlich anschließenden Balkonen strukturiert. Die mittig gelegenen, in der Höhe versetzten Stiegenhausfenster lockern die strenge Fassade auf. Hofseitig sind entlang der äußeren Fensterachsen Balkone angeordnet.
Kurt Schlauß - Kurt Schlauß (geb. 1924) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste sowie Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Wien. Er war unter anderem an der Realisierung des Hochhauses am Matzleinsdorfer Platz und der Straßenunterführungen Karlsplatz und Schottentor beteiligt. Zudem war er von 1966 bis 1978 Chefplaner der Wiener U-Bahn und ordentlicher Professor an der TH Wien.
Ladislaus Hruska - Ladislaus Hruska (1912-1983) schloss 1946 sein Studium an der Technischen Hochschule Wien ab. Er widmete sich in erster Linie dem römisch-katholischen Sakralbau und plante mit der Pfarrkirche Am Gatterhölzl (Hohenbergstraße 42, Wien 12) den ersten großen Kirchenbau der Nachkriegszeit. Er realisierte aber auch einige Profanbauten wie zum Beispiel das Hochhaus am Matzleinsdorfer Platz in Wien 5, Leopold Rister-Gasse 5 (1955-1964, zusammen mit Kurt Schlauß).
Straßenseitig befindet sich die 1956 von Gottfried Buchberger (1909-1998) geschaffene Plastik eines jungen, tanzenden Paares. Buchberger war von 1948 bis 1974 freischaffender akademischer Bildhauer und gestaltete mehrere Kunstwerke für die Gemeinde Wien. Das Gebäudeeck ist mit dem Sgraffitowandbild "Darstellungen von der Römerzeit bis zum 19. Jahrhundert" von Ernst Schrom (1955/56) versehen.