Inhalte werden geladen ...

Franz-Schreiner-Hof

Hof-Informationen Franz-Schreiner-Hof

Detailinformationen

Franz-Schreiner-Hof

Adresse

Buchleitengasse 36-40, 1180 Wien

Buchleitengasse 36-40, 1180 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1967 - 1967

Anzahl an Wohnungen

20

Architekt*in

Martha Bolldorf-Reitstätter

Wohnungen

20

Waschküchen

1

Stiegen

4

Lokale

2

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Der Hof wurde 1993 nach dem sozialdemokratischen Kommunalpolitiker Franz Schreiner (1911-1992) benannt, der als Landtagsabgeordneter, später Gemeinderat und schließlich Vorsitzender des Gemeinderates wirkte.

Bereits um 1900 hatte von der Pötzleinsdorfer Straße aus die Verbauung des östlichen Abhangs des Schafbergs begonnen und war in der Zwischenkriegszeit immer weiter fortgeschritten. Als diese Anlage in den 1960er-Jahren errichtet wurde, bildete sie den Abschluss der Wohnverbauung und ist auch heute noch Richtung Dornbach von Gärten umgeben, während an den anderen Grundgrenzen nunmehr neuere Villen entstanden sind.

Architektur und Kunst

Die Anlage besteht aus zwei Baublöcken mit je zwei Stiegen, wobei die Stellplätze für fünf PKW sowie der Zugang von der Straße an der tiefsten Stelle des Terrains liegen. Von hier aus steigt das Gelände sanft an und wird über einen an der rechten Grundstücksgrenze verlaufenden Weg erschlossen. Entlang der beiden Häuser sind Traufenpflaster angelegt, die - in verbreiterter Form - auch die Zugänge zu den Hauseingangstüren bilden. Der Aufbau wurde möglichst günstig in die Schichtenlinien gelegt, wozu man hangseitig eine kleine Abgrabung vornehmen musste. Die Schmalseiten der Häuser zeigen flache Giebel, die Längsseiten südseitige Loggien bzw. Balkone. Auf der unbebauten Fläche zwischen den beiden Häusern befindet sich ein Sitzplatz, die ehemalige Sandkiste dient heute als Blumenbeet. Charakteristisch für die Erbauungszeit sind die Eingänge: schräge Stahlbetonplatten auf schrägen Eisenstangen mit Welleternitabdeckung.

Martha Bolldorf-Reitstätter - Martha Bolldorf-Reitstätter (1912-2001) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Clemens Holzmeister, in dessen Büro sie auch bis 1938 arbeitete. Die mit dem Architekten Leo Bolldorf verheiratete Trägerin mehrerer Auszeichnungen errichtete zahlreiche Wohnanlagen und öffentliche Bauten, beschäftigte sich v. a. in der NS-Zeit mit Stadtplanung, wirkte später auch als Restauratorin und veranstaltete Ausstellungen.

Den Gedenkstein für Franz Schreiner, den Namensgeber des Hofes, gestaltete der Künstler Leopold Grausam.

Dokumente