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Karl-Michal-Hof

Hof-Informationen Karl-Michal-Hof

Detailinformationen

Karl-Michal-Hof

Adresse

Brigittaplatz 9, 1200 Wien

Brigittaplatz 9, 1200 Wien

Pappenheimgasse 48-50, 1200 Wien

Jägerstraße 52-54, 1200 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1951 - 1951

Anzahl an Wohnungen

146

Architekt*in

Heinrich Vana, Helmut Schinzel

Wohnungen

146

Waschküchen

4

Stiegen

9

Lokale

11

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 4 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Karl Michal (1885-1972) war Gemeinderat der Stadt Wien (1919-1934) und Bezirksvorsteher des 20. Bezirks (1945-1954). Er schloss sich 1901 der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und der Gewerkschaftsbewegung an. Michal wurde während der Februarkämpfe 1934 verhaftet und im Anhaltelager Wöllersdorf interniert. In der Nachkriegszeit machte er sich um die Behebung der Kriegsschäden in der Brigittenau und den Wohnungsbau verdient.

Das Grundstück zwischen Pappenheimgasse, Jägerstraße und Brigittaplatz gehörte dem Stift Klosterneuburg, das es um 1880 an Johann Fletzberger verpachtete. Dieser betrieb dort eine Wagenremise und einen Stall für sein Fuhrunternehmen. An der Ecke Pappenheimgasse/Jägerstraße befand sich damals auch das Gasthaus von Constantin Tögel. Als der Gemeindebau in den 1950er-Jahren erbaut wurde, errichtete man an der Ecke Pappenheimergasse und Raffaelgasse eine TBC-Fürsorgestelle, in die auch Räume des benachbarten Schulgebäudes einbezogen wurden.

Architektur und Kunst

Der Gemeindebau schließt den Straßenblock zwischen Pappenheimgasse, Jägerstraße und Brigittaplatz U-förmig ab und grenzt unmittelbar an das Bezirksamt und ein Schulgebäude. Er umfasst neun Stiegen und sechs Geschoße sowie einen ebenerdigen Bauteil an der Ecke Pappenheimergasse/Raffaelgasse. Entlang der Jägerstraße sind Geschäftslokale angeordnet und mit dunkelrotem Verputz hervorgehoben; ein Gesimsband trennt die Erdgeschoßzone von den Hauptgeschoßen. Flache, zwei Fenster breite Erker gliedern die mit 29 Fensterachsen sehr lange Fassade vertikal. Die Fassade in der Pappenheimgasse erhielt nachträglich drei Liftanbauten. Hier befindet sich der breite, von sechs Pfeilern getragene Durchgang in den Hof, der ebenfalls dunkelrot gestrichen ist. Die dritte Straßenfassade weist auf den Brigittaplatz und schließt mit einem zwei Fensterachsen breiten Erker an das benachbarte Bezirksamt an. Auf diese südorientierte Seite öffnet sich eine Reihe von Gitterbalkonen. Alle übrigen Balkone sind in den Innenhof gerichtet und ebenso mit Gitterbrüstungen versehen. Nachträglich wurden auch hier Lifttürme angebracht. Straßen- wie auch hofseitig sind sämtliche Fenster mit Putzfaschen eingerahmt.

Heinrich Vana - Heinrich Vana (1889-1967) studierte nach seinem Kriegsdienst von 1920 bis 1923 Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bereits ab 1924 war er als selbstständiger Architekt für die Stadt Wien tätig, für die er auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinem Sohn Kurt Vana mehrere Wohnbauprojekte realisierte.

Helmut Schinzel - Helmut Schinzel (geb. 1921) studierte bei Erich Boltenstern und Alexander Popp an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf er gemeinsam mit Josef Czapka den 1980 errichteten Pablo-Neruda-Hof in Wien 18, Gersthofer Straße 125-129.

An der Fassade in der Pappenheimgasse befindet sich ein zwei Geschoße hohes Wandmosaik "Fischer mit Netz" von Hans Fabigan.

Dokumente