Detailinformationen
Adresse
Philippovichgasse 1, 1190 Wien
Philippovichgasse 1, 1190 Wien
Werkmanngasse 2, 1190 Wien
Peezgasse 2, 1190 Wien
Fickertgasse 2, 1190 Wien
Philippovichgasse 1, 1190 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1924 - 1925
Anzahl an Wohnungen
142
Architekt*in
Josef Hoffmann
Wohnungen |
142 |
|---|---|
Waschküchen |
4 |
Stiegen |
11 |
Lokale |
28 |
Fahrradbox |
Ja |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 4 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Anlage wurde 1949 nach dem während der Februarkämpfe im 19. Bezirk gefallenen Viktor Klose (1904 - 1934) benannt. An ihn erinnert eine Gedenktafel in der Einfahrt.
Die Gründe, welche in den 1920er-Jahren bebaut wurden, waren bis dahin als Gärten genützt worden. Auch die heute hier zu findenden Straßen und Adressen wurden erst im Zusammenhang mit der Errichtung des Gemeindebaus eingeführt. Im Erdgeschoß des Mitteltraktes dieser Anlage war bei der Errichtung ein Kindergarten untergebracht.
Architektur und Kunst
Bei Josef Hoffmanns erstem Gemeindebau handelt es sich um eine auf regelmäßig quadratischem Grundriss errichtete fünfgeschoßige Blockrandverbauung mit einem zentral angelegten, ursprünglich höher geplanten Mitteltrakt, einer Art Wohnturm. Die gesamte Anlage zeigt eine schlichte Architektur, die lediglich durch die Dekoration der Außenfassaden mit plastisch hervortretenden Streublumen etwas aufgelockert wird. Die Wohnräume verfügen an allen Fronten über dreiflügelige Fenster mit quadratischer Fläche, die Stiegenhausfenster werden dadurch erkennbar, dass sie leicht in die Fassade vertieft sind. Die Front zur Philippovichgasse wird durch ein herrschaftliches Portal charakterisiert, welches die einzige Möglichkeit bietet, ein Stiegenhaus von der Straße aus zu betreten, alle anderen sind durch den Innenhof erschlossen. Ebenso wird die Fassade zur Werkmanngasse durch die klassizistische Einfahrt bestimmt. An der Fassade in der Fickertgasse fällt ihre rein additive Gliederung auf, die ausschließlich durch regelmäßige Fensterreihen bestimmt wird, welche auf den Währinger Park blicken, während die Südfront zur Peezgasse auch Loggien aufweist.
Josef Hoffmann - Josef Hoffmann (1870 - 1956) besuchte zunächst die Staatsgewerbeschule in Brünn (gemeinsam mit Adolf Loos, Leopold Bauer und Hubert Gessner) und studierte anschließend an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Karl Hasenauer und Otto Wagner. Der Mitbegründer der Wiener Secession wurde 1899 Professor an der Kunstgewerbeschule. Bekannt wurde er durch die Leitung der Wiener Werkstätten, die Gründung des Österreichischen Werkbundes 1912 und die Mitwirkung an der Werkbundsiedlung. Internationale Berühmtheit erlangte Hoffmann durch Bauten wie das Sanatorium Unter-Purkersdorf oder das Palais Stoclet in Brüssel. Er schuf eine große Anzahl von Wohnhäusern, darunter auch mehrere Gemeindebauten, sowohl im "Roten Wien" als auch in der Nachkriegszeit.
Als Portalbekrönung am Eingang in der Philippovichgasse finden sich die beiden Plastiken "Früchteträgerinnen". Diese wurden von Anton Hanak nach einem Entwurf Josef Hoffmanns ausgeführt.