Detailinformationen
Adresse
Währinger Straße 169-171, 1180 Wien
Währinger Straße 169-171, 1180 Wien
Paulinengasse 15, 1180 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1927 - 1928
Anzahl an Wohnungen
65
Architekt*in
Konstantin Peller
Wohnungen |
65 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Siegen |
6 |
Lokale |
8 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Rosa Toepler (gest. 1916) hinterließ der Gemeinde Wien die Liegenschaft, an deren Stelle dieser Hof später errichtet wurde. 1965 wurde der Hof nach ihr benannt, woran eine Gedenktafel in der Einfahrt erinnert.
Ungefähr gleichzeitig mit der Errichtung der gegenüber in der Währinger Straße gelegenen Wohnhausanlage und des Lindenhofes im benachbarten Czartoryskipark wurde auch der Rosa-Toepler-Hof erbaut. In der Nachkriegszeit sollten weitere Gemeindebauten in der Nachbarschaft folgen, bis schließlich auch das Czartoryski-Schlössel durch die Hans-Radl-Schule ersetzt wurde. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Architektur und Kunst
Diese breite Eckverbauung wurde wegen des abfallenden Geländes mehrfach abgestuft, wodurch es zu einer Rhythmisierung des Baukörpers an der Paulinengasse kommt. An dieser ostseitigen Fassade sind neben den Balkonen vor allem die floralen Fensterrahmungen bemerkenswert. An der Ecke findet sich ein turmartiger Aufbau, der zum kürzeren Trakt in der Währinger Straße überleitet, dessen Front durch das Hauptportal mit seinen schönen Gittern bestimmt ist. Dieser repräsentative Eingang führt in eine tonnengewölbte Einfahrt mit Kassettenverzierungen, gemusterter Pflasterung und schmiedeeisernen Beleuchtungskörpern. Die betont handwerklichen, liebevoll gestalteten Details sind in gutem Zustand erhalten, so fällt auch beim Betreten des langen, schmalen, mehrfach terrassierten Gartenhofes ein monumentaler Kristallkandelaber ins Auge.
Konstantin Peller - Konstantin Peller (1887-1969) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterschule von Otto Wagner. Er arbeitete zunächst als freischaffender Architekt sowie für kurze Zeit mit Josef Ludwig, bevor er vor Beginn des Ersten Weltkriegs in das Wiener Stadtbauamt eintrat. Während seiner Tätigkeit in dieser Funktion entwarf er, oft in Zusammenarbeit mit Julius Stoik und Adolf Stöckl, mehrere städtische Wohnhausanlagen und war u. a. auch bei der Regulierung des Wienflusses tätig. 1945 wurde Peller zum Vorsitzenden der Stadtplanung und des Wiederaufbaus ernannt. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Wiener Stadtbauamt hat Konstantin Peller mit der Gestaltung einer Reihe von Wohnbauten die Architektur des Roten Wien entscheidend mitgeprägt.