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Josef-Matejcek-Hof

Hof-Informationen Josef-Matejcek-Hof

Detailinformationen

Josef-Matejcek-Hof

Adresse

Mauerbachstraße 38, 1140 Wien

Mauerbachstraße 38, 1140 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1966 - 1968

Anzahl an Wohnungen

95

Architekt*in

Alfred Kratochwil

Wohnungen

95

Waschküchen

3

Stiegen

12

Lokale

8

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Die Wohnanlage trägt den Namen von Josef Matejcek (1904-1965). Der gelernte Eisenbahner engagierte sich in der Gewerkschaft, weshalb er 1936 ins Gefängnis musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Zentralsekretär sowie Obmann der Versicherungsanstalt der Eisenbahner und später Nationalrat.

An der Stelle der Wohnanlage an der Mauerbachstraße dürfte sich früher die Gastwirtschaft "Zur Stadt Belgrad" befunden haben, die mit ihrem Namen an die Eroberung Belgrads durch Feldmarschall Laudon (1789) erinnerte. Der dann als Wohnhaus dienende Altbau wurde in den 1950er-Jahren abgerissen und die Wohnanlage auf dem großen Grundstück mit seinen wertvollen alten Bäumen erbaut. Auf den unter Naturschutz stehenden Baumbestand wurde bereits bei den Planungen zum Bau der Anlage Rücksicht genommen.

Bei der Errichtung des Wohnblocks mit der Stiege 1 und 2 wurde das erste Mal versuchsweise das Konzept der so genannten "Saalwohnung" angewandt. Statt mit festen Zwischenwänden können die Wohnungen durch raumhohe Schrankwände und mobile Trennwände flexibel und individuell unterteilt werden.

Architektur und Kunst

Die Wohnanlage fügt sich durch ihre offene Bebauungsstruktur sowie die maßvolle Höhe der Baukörper sensibel in die parkartige Landschaft ein. Die Anlage besteht aus fünf unterschiedlich langen Häuserzeilen mit zusammen 12 Stiegen, die mit Rücksicht auf die Vegetation auf dem Grundstück locker angeordnet sind. Die Architektur der dreigeschoßigen Bauten ist zurückhaltend und in der Wirkung einheitlich. Die Fassaden werden durch Form und Größe der Fensteröffnungen strukturiert. Die Fenstergröße richtet sich dabei nach der Funktion der dahinter liegenden Wohnräume. Im Nordosten, wo sich die Hauseingänge befinden, rhythmisieren die verglasten Stiegenhausachsen die regelmäßig gegliederten Fronten. Südwestseitig, wo die Schlaf- und Wohnzimmer liegen, lockern Loggien die Fassade auf. Die Architektur ist ein typisches Beispiel für den sachlich-funktionalen Wohnhausbau der 1960er-Jahre mit der Tendenz zu klar umrissenen Formen.

Alfred Kratochwil - Alfred Kratochwil (1911-2004) studierte von 1929 bis 1936 Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1938 die 2. Staatsprüfung ablegte. Für die Gemeinde Wien plante er den Josef-Matejcek-Hof in Wien 14, Mauerbachstraße 38 (1966-1968), und zusammen mit Alfred Kraupa die Anlage Weinheimergasse 7-9 in Wien 16 (1959-1961).

In der Grünanlage befindet sich eine Plastik mit dem Titel "Knabengruppe" von Alfred Hofmann.

Dokumente