Detailinformationen
Adresse
Reuenthalgasse 2-4, 1150 Wien
Reuenthalgasse 2-4, 1150 Wien
Kriemhildplatz 11, 1150 Wien
Markgraf-Rüdiger-Straße 18, 1150 Wien
Vogelweidplatz 9, 1150 Wien
Dankwartgasse 1, 1150 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1926 - 1927
Anzahl an Wohnungen
187
Architekt*in
Rudolf Krausz
Wohnungen |
187 |
|---|---|
Waschküchen |
3 |
Stiegen |
9 |
Lokale |
13 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Wohnhausanlage wurde 1979 nach Johann Witzmann (1868-1957) benannt. Witzmann, Ehrenringträger der Stadt, war von 1919 bis 1932 Gemeinderat in Wien. Eine Gedenktafel an der Fassade des mittleren Baublocks in der Reuenthalgasse erinnert an den Namensgeber.
In den Jahren 1955 bis 1958 wurde gegenüber dem Johann-Witzmann-Hof mit der Wiener Stadthalle von Roland Rainer eines der größten Projekte im Wien der Nachkriegszeit errichtet. Auf dem Gelände der Stadthalle sowie auf jenem des heutigen Märzparks befand sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts der Schmelzer Friedhof.
Architektur und Kunst
Das Wohnhaus präsentiert sich von drei Seiten als geschlossene und monumental wirkende Anlage. Nur die Hauptfassade zur Reuenthalgasse wird durch zwei Straßenhöfe aufgelockert und ist in drei Baublöcke gegliedert. Über diese abwechslungsreich gestalteten Höfe werden die sechs Geschoße inklusive Dachgeschoß über die Stiegenhäuser erschlossen. An der Hauptfassade selbst sorgen Erker, durchgehende Gesimse und Rundbogenarkaden für ein abwechslungsreiches Bild. Vor allem aufgrund der stark bewegten Dachlandschaft erinnert der Gesamteindruck der Anlage an die bürgerlichen Villen der Vorstadt.
Tatsächlich steht der Bau in einem Konkurrenzverhältnis zu der ihn umgebenden spätbürgerlichen Architektur. Die stilistische Vielseitigkeit von Rudolf Krauß zeigt sich im Vergleich zwischen dem Johann-Witzmann-Hof und dem ebenfalls von Krauß geplanten Wohn- und Geschäftshaus "Trattnerhof" am Graben in der inneren Stadt (1911/12). Dieses Gebäude gehörte damals zu den fortschrittlichsten in Wien und rief entsprechende Kritik konservativer Stimmen hervor.
Rudolf Krausz - Rudolf Krausz (1872-1928) war ein um 1900 äußerst vielbeschäftigter und erfolgreicher Architekt. Er errichtete vor allem Mietshäuser im Stil des Neobarocks. Für die Gemeinde Wien erbaute er zwei Wohnhausanlagen. Sein prominentestes Bauwerk ist der Trattnerhof (Am Graben, Wien 1).