Detailinformationen
Adresse
Gerasdorfer Straße 332, 1210 Wien
Gerasdorfer Straße 332, 1210 Wien
Fallmerayerweg 81, 1210 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
2000 - 2001
Anzahl an Wohnungen
19
Architekt*in
Eduard Neversal
Wohnungen |
19 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.
Die Straße, in der der Wohnbau steht, ist 1898 nach dem Ort Gerasdorf in Niederösterreich benannt. Die Straße stellt eine Verbindung zwischen Großjedlersdorf und der Gemeinde Gerasdorf bei Wien her. Die Ortschaft liegt im Weinviertel und schließt direkt an die nördliche Stadtgrenze von Wien an.
Der Wohnbau befindet sich auf der Gerasdorfer Straße, die den Bezirksteil Großjedlersdorf mit dem niederösterreichischen Ort Gerasdorf bei Wien verbindet. Das Gebiet zwischen der Nordbahnstraße (Thayagasse) und der Landesgrenze zu Niederösterreich (Illgasse) wurde ab den 1930er-Jahren als Stadtrandsiedlung erschlossen. Der betreffende Wohnbau wurde im Jahr 2000 im Anschluss an die bestehende Nordrandsiedlung errichtet.
Architektur und Kunst
Der Wohnbau liegt direkt an der Ecke Gerasdorfer Straße und Illgasse und erstreckt sich von dort aus in Richtung Süden. In unmittelbarer Nähe verläuft die Grenze der Stadt Wien zur niederösterreichischen Ortschaft Gerasdorf. Die Wohnhausanlage besticht vor allem aufgrund der ungewöhnlichen Fassadenlösung, die einen dynamischen Gesamteindruck erzeugt. Die geschwungene Form der Fassade reagiert auf den Kreisverkehr, der vor dem Wohnbau angelegt ist. An den straßenseitigen Wohntrakt schließt ein kurzer Trakt entlang der Fallmerayergasse an. Die lebendige Gestaltung des vorderen Teiles wird durch die Fassung in einem gedämpften rötlichen Farbton zusätzlich betont. Die Anlage verfügt über drei Geschoße und ein ausgebautes Dachgeschoß, das sich aufgrund der Verglasung deutlich vom restlichen Bau abhebt. Der Anbau in der Fallmerayergasse ist mit zwei Geschoßen niedriger angelegt, dafür aber mit Terrassen ausgestattet. Die Fassade gliedert sich in Fensterachsen, wobei die Öffnungen scharf in die glatte Wandfläche eingeschnitten sind. Zwei ausladende Balkone im Osten greifen die Rundung der Straßenfront auf und beleben den Wohnbau zusätzlich. Gleichzeitig erleichtert ihre Form den Übergang von der gewölbten Hauptfassade zur gerade angeordneten Gassenfront.
Eduard Neversal - Eduard Neversal (geb. 1946 in Schärding in Oberösterreich) absolvierte die Akademie der bildenden Künste in Wien. Als selbständiger Architekt ist er vor allem als Bühnenbildner im Fernsehen und am Theater tätig. Darüber hinaus ist er selbst immer wieder als Sänger, Darsteller und als Regisseur im Einsatz. In den 1970er-Jahren war Neversal gemeinsam mit Alf Kraulitz Teil der Wiener Liedermacherszene. Zusammen mit ihm und der Gruppe Misthaufen schrieb er 1975 für die Wiener Festwochen das Musical "Schabernack". Es folgten mehrere Bühnenbilder für das Theater und Ausstattungen für verschiedene Fernsehproduktionen, wie etwa "Treffpunkt Kultur" (1999) und "Starmania" (2000). Nach seinen Entwürfen wurde auch das Regenwaldhaus im Tiergarten Schönbrunn (zusammen mit den Architekten Edelbacher & Hartmann, 2002) und die Bühne am Heldenplatz in Wien für den Papstbesuch 1998 errichtet.