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Breitenfurter Straße 519-521

Hof-Informationen Breitenfurter Straße 519-521

Detailinformationen

Breitenfurter Straße 519-521

Adresse

Breitenfurter Straße 519-521, 1230 Wien

Breitenfurter Straße 519-521, 1230 Wien

Gräfin-Zichy-Straße 5, 1230 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1973 - 1974

Anzahl an Wohnungen

63

Architekt*in

Karl Kotal

Wohnungen

63

Waschküchen

2

Stiegen

6

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Die heutige Breitenfurter Straße führt vom 12. über den 23. Bezirk bis zum Wienerwald. 1593 noch als "Die Straße" bezeichnet, hieß sie später Ordinari Straße von Wien nach Atzgersdorf und dann Breitenfurther Waldämtliche Straße, nach dem Ort Breitenfurt, in den sie führt.

Die Gräfin-Zichy-Straße ist nach Gabriele Gräfin Zichy (1842-1926 oder 1843-1928) benannt. Sie hatte den Grund zur Eröffnung der Straße gestiftet.

Im ehemaligen Sommerfrischeort Kalksburg im heutigen 23. Wiener Gemeindebezirk wurde in den Jahren 1973/74 diese Wohnhausanlage, bestehend aus insgesamt fünf Einzel- bzw. Doppelhäusern mit 63 Wohnungen nach Plänen des österreichischen Architekten Karl Kotal errichtet. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Landsitzes "Mon Pérou" der Fürstin Karoline Trautson, auf dem ab 1856 das Jesuitenkollegium entstand, das noch heute zu einer der renommiertesten Privatschulen Wiens zählt.

Architektur und Kunst

Die Anlage umfasst drei dreigeschoßige Blöcke und einen siebengeschoßigen, turmartigen Bau mit ebenerdigem Säulengeschoß, in dem zwei Waschküchen untergebracht sind. Die Gebäude sind als Zwei-, Vier-, und Fünfspänner konzipiert und teilweise durch Laubengänge miteinander verbunden. Die übliche Reihenstellung der Häuser entlang der Straßenfront wurde hier zugunsten einer stufigen Versetzung der Bauten hinter die Grundstücksgrenze aufgegeben. Der Zugang zu den insgesamt sechs Stiegenaufgängen erfolgt hofseitig über den parkähnlich angelegten Garten.

Im Vordergrund der Planung stand das Konzept "Gesunde Wohnungen - glückliche Menschen". Alle Wohnungen sind querbelüftbar und verfügen über eine Aussicht in die Gartenanlage. Darüber hinaus haben die Wohnungen Loggien, Halbloggien oder Terrassen und werden durch die groß dimensionierten, mehrteiligen Fenster großzügig beleuchtet.

Mit der sonst glatt verputzen, ornamentfreien Fassadengestaltung fügt sich die Anlage in den Typus des kommunalen Wohnungsbaus der 1970er-Jahre ein.

Karl Kotal - Karl Kotal (1920-2005) studierte - durch den Kriegsdienst unterbrochen - an der Universität für Angewandte Kunst in Wien unter anderem bei Franz Schuster. Gemeinsam mit diesem sowie Roland Rainer, seiner Frau Herta Kotal und anderen engagierte sich der Architekt für die Initiative SW (= Soziale Wohnkultur).

In der parkähnlichen Gartenlandschaft der Anlage befindet sich eine freistehende Bronzefigur von Oskar Bottoli aus dem Jahr 1972. Sie zeigt einen weiblichen Akt und trägt den Titel "Weibliche Figur".

Dokumente