Detailinformationen
Adresse
Khekgasse 45, 1230 Wien
Khekgasse 45, 1230 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1966 - 1967
Anzahl an Wohnungen
26
Architekt*in
Rudolf Dinner
Wohnungen |
26 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die ehemalige Lange Gasse bzw. Roseggergasse ist seit 1957 nach dem Bürgermeister von Liesing, Friedrich Khek (1874-1950), benannt.
Die Wohnhausanlage aus den Jahren 1966/67 liegt in unmittelbarer Nähe zur 1. Wiener Hochquellwasserleitung (Kaiser-Franz-Josephs-Wasserleitung), die bereits 1873 fertig gestellt wurde und mit ihrem markanten Ziegelstein-Aquädukt über Liesinger Gebiet (auch auf Höhe der heutigen Khekgasse) führte. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges basierte die Wasserversorgung der Liesinger Bevölkerung jedoch noch auf dem alten System der Hausbrunnen. Erst 1914 wurde ein Vertrag über die Wasserentnahme aus der 1910 fertig gestellten 2. Wiener Hochquellwasserleitung abgeschlossen und damit die Versorgung der damals eigenständigen Stadt Liesing sichergestellt. 1938 wurde Liesing als eine von acht Gemeinden in die Stadt Wien eingegliedert.
Architektur und Kunst
Das Wohnhaus an der Khekgasse 45-47 ist das zweite Projekt des Architekten Rudolf Dinner, das er in den Jahren 1966/67 realisierte. Der im Vergleich zum Pendant auf Hausnummer 41 größere Bau umfasst zwei Stiegen mit insgesamt 26 Wohnungen und schließt die Baulücke zu den benachbarten Grundstücken.
Die Straßenfassade des viergeschoßigen Gebäudes ist geprägt durch die regelmäßigen Achsen größerer und kleinerer Fenster. Akzente setzen die dreifärbigen Sgraffitobilder mit abstrakten Flächenmotiven in den Stiegenhausachsen.
Die Hoffassade ist bis auf die grau verputzten, rund 50 cm breiten Felder zwischen den Küchen- und Badfenstern ornamentfrei. Auffallend sind die südseitigen, zweiachsigen Balkone, die jeweils in der Mitte durch einen Sichtschutz voneinander getrennt sind. Einen weiteren Akzent setzt die vierfenstrige Flachgaube, welche die hofseitige Fassade nach oben hin abschließt.
Nach denselben Kriterien plante Rudolf Dinner einen weiteren Wohnbau für die Gemeinde Wien in der nahe gelegenen Pülslgasse 3.
Rudolf Dinner - Rudolf Dinner (geb. 1907) studierte ab 1945 an der Akademie der bildenden Künste bei Erich Boltenstern. Als Architekt entwarf er für die Gemeinde Wien vor allem im Zuge des Wiederaufbaus mehrere Wohnbauten, wie etwa die Wohnhäuser Linzer Straße 374 in Wien 14 (1958-1959) und Khekgasse 41 in Wien 23 (1966/67).
In den Treppenachsen der beiden Stiegen sind straßenseitig insgesamt acht abstrakte Sgraffiti mit dem Titel "Flächenkompositionen" (1966/67) angebracht. Sie stammen von dem in Wien ansässigen Bildhauer und Maler Carolus Lehner.