Detailinformationen
Adresse
Pülslgasse 3, 1230 Wien
Pülslgasse 3, 1230 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1966 - 1967
Anzahl an Wohnungen
39
Architekt*in
Rudolf Dinner
Wohnungen |
39 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Pülslgasse erhielt ihren Namen 1954 nach dem Landtagsabgeordneten und Vizebürgermeister von Liesing (1921-1934), Franz Pülsl (1875-1946).
Das Wohnhaus in der Pülslgasse 3-7 wurde in den Jahren 1966-67 nahe dem Liesinger Platz in Oberliesing errichtet. Dieser Teil des Bezirkes war schon im 9. Jahrhundert durch die Steg- oder Brückl-Mühle und im 19. Jahrhundert durch die hier ansässigen industriellen Unternehmungen, allen voran die Liesinger Brauerei, ökonomisch abgesichert und verfügte bereits 1871 über die seinerzeit neueste technische Errungenschaft der Gasbeleuchtung. Heute zeichnet sich der Bezirk vornehmlich durch secessionistische, zweigeschoßige Zinshäuser, moderne mehrgeschoßige Wohnhausanlagen sowie eine hohe Dichte an Schulen, wie z. B. der 1909 gegründeten Kaiser-Jubiläums-Schule in der Pülslgasse, aus.
Architektur und Kunst
Das von Rudolf Dinner geplante Wohnhaus ist das dritte Projekt des Architekten im Umkreis von nur wenigen Gassen.
Der im Vergleich zu den beiden anderen Wohnhäusern größte Bau umfasst 3 Stiegen mit insgesamt 39 Wohnungen und ist in der äußeren Gestaltung dem Wohnhaus in der Khekgasse 45 am ähnlichsten: Die Straßenfassade des viergeschoßigen Gebäudes ist klar gegliedert und entspricht damit den stilistischen Prinzipien des sozialen Wohnbaus der 1960er-Jahre; über einem Sockelgeschoß folgen die vier Hauptgeschoße, die durch regelmäßige Achsen größerer und kleinerer Fenster geprägt sind. Akzente setzen die dreifärbigen Sgraffitobilder mit abstrakten Flächenmotiven in den Stiegenhausachsen. Die vor die Fassadenflucht gesetzten, südseitigen Balkone bestimmen dagegen die Hoffassade.
Die Anlage verfügt neben 10 PKW-Abstellplätzen im Hof des Wohnhauses an der Khekgasse 45 über eine gut ausgebaute Geschäftsinfrastruktur und Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.
Rudolf Dinner - Rudolf Dinner (geb. 1907) studierte ab 1945 an der Akademie der bildenden Künste bei Erich Boltenstern. Als Architekt entwarf er für die Gemeinde Wien vor allem im Zuge des Wiederaufbaus mehrere Wohnbauten, wie etwa die Wohnhäuser Linzer Straße 374 in Wien 14 (1958-1959) und Khekgasse 41 in Wien 23 (1966/67).
In den Treppenachsen der drei Stiegen sind straßenseitig insgesamt zwölf abstrakte Sgraffiti mit dem Titel "Ornamentale Flächenfüllung" (1966-67) angebracht. Sie stammen vom zeitgenössischen Maler und Grafiker Johannes Wanke (1923-2005).