Detailinformationen
Adresse
Maurer Hauptplatz 5, 1230 Wien
Maurer Hauptplatz 5, 1230 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1956 - 1958
Anzahl an Wohnungen
22
Architekt*in
Edith Lessel
Wohnungen |
22 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
5 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Der Maurer Hauptplatz war bis 1938 als "Hauptplatz" und Zentrum der ehemals selbstständigen Gemeinde Mauer bekannt und erhielt seinen heutigen Namen mit der Eingemeindung in den 23. Bezirk.
Die drei Stiegen umfassende Hofanlage wurde in den Jahren 1956 - 1958 am Maurer Hauptplatz, dem ursprünglichen Zentrum des Dorfes Mauer, errichtet. Die als Grabenangerdorf im Mittelalter angelegte Gemeinde wurde 1938 als eines von insgesamt 8 Dörfern in den Bezirk Liesing eingegliedert. Die ursprünglich dörfliche Verbauung wird mittlerweile überwiegend von modernen Wohnbauten überlagert. Auch heute noch gehört der Heurigen- und Villenort zu den gehobeneren Wohngegenden Wiens.
Architektur und Kunst
Die kleine Wohnhausanlage besteht aus drei freistehenden Baukörpern, die in parallelen Reihen auf dem Grundstück am Maurer Hauptplatz errichtet wurden. Das erste Haus schließt die Baulücken zu den Nachbargebäuden und nimmt in der mit Kacheln verkleideten Sockelzone eine Ladenzeile mit 2 Lokalen sowie einen mittig platzierten Hauseingang und eine Durchfahrt an der westlichen Grundstücksgrenze auf. Im Hof befinden sich ein PKW-Abstellplatz und breite Grünflächen zwischen den einzelnen Gebäuden, in denen heute insgesamt 23 Wohnungen untergebracht sind.
Das äußere Erscheinungsbild der, mit Ausnahme der viergeschoßigen Stiege 1, zweistöckigen Häuser ist für den kommunalen Wohnungsbau der 1950er-Jahre in Wien eher ungewöhnlich. Anstelle von glatten Flächen mit vertikal und horizontal klar gegliederten Fensterreihen wird die Fassade geprägt von einem flachen Erker und dem Giebel des zentral eingesetzten Stiegenhauskerns.
Neben den erwähnten Abstellplätzen verfügt die Hofanlage darüber hinaus über eine gut ausgebaute Verkehrsanbindung und Geschäfts-Infrastruktur.
Edith Lessel - Edith Lessel (geb. 1916 in Wien) studierte von 1935 bis 1938 und 1947/48 bei Hans Vetter und Franz Schuster Architektur an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf sie vor allem in den 1950er-Jahren mehrere Wohnhausanlagen, wie etwa die Anlagen Baumgartenstraße 25-33 in Wien 14 (1952/53) und Hohenbergstraße 14-16 in Wien 12 (1951/52).
An der straßenseitigen Fassade ist in der Sockelzone ein Keramikmosaik des Künstlers Rudolf Schwaiger angebracht. Es stammt aus den Jahren 1957/58 und zeigt eine "Familie im Grünen".