Detailinformationen
Adresse
Karl-Heinz-Straße 22a, 1230 Wien
Karl-Heinz-Straße 22a, 1230 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1956 - 1957
Anzahl an Wohnungen
10
Architekt*in
Johann (Hans) Stöhr, Ludwig Schmid
Wohnungen |
10 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Karl-Heinz-Gasse ist nach Karl Heinz (1875-1928), gelernter Gürtler und Vizebürgermeister von Atzgersdorf, benannt.
Der Gemeindebau stand ursprünglich neben einem 1899 errichteten, städtischen Wohnheim für die Arbeiter der Österreichischen Gas Glühlicht Gesellschaft. Dieses wurde erst 1970 abgerissen. Der bis zum Abbruch gemeinschaftlich genutzte Garten ist heute durch eine Mauer abgeteilt.
Architektur und Kunst
Das dreigeschoßige Gebäude mit Schopfwalmdach liegt an der leicht nach Süden abschüssigen Karl-Heinz-Straße. Im Süden schließt es an einen etwas niedrigeren Altbau an, an seiner nordöstlichen Schmalseite befindet sich der Garten des benachbarten Wohnhauses. Beide Giebelseiten sind geschlossen. Die elfenbeinfarbene Straßenfassade ist schlicht und zurückhaltend gestaltet. In der Mitte des Erdgeschoßes befindet sich in einem einfach profilierten, rötlichen Kunstrahmen eine dreibahnig verglaste Holztür mit einer Quersprosse. Zwei lange Fahnenstangen flankieren das Portal. Der Abstand dazwischen entspricht der Breite der Wohnhausaufschrift über dem ersten Stiegenhausfenster. Die Aufgangsachse durchbricht die Dachlinie, wird aber unmittelbar darüber abgeschnitten und mit einem sehr flachen Walmdach in die steile Dachschräge zurückgeführt. Das niedrigere oberste Stiegenhausfenster ist mit seinem Sturz auf der Höhe des gesprengten, weiß akzentuierten Kranzgesimses situiert. Zwei Fensterachsen liegen beiderseits der Aufgangsachse. Alle Fenster haben schmale, weiß abgesetzte Rahmungen.
Der Trockenboden des Dachgeschoßes wurde bereits 1957 mit zwei Wohnungen ausgebaut und die Waschküche mit Trockenraum in den Keller verlegt. Über das Stiegenhaus gelangt man in den Keller und zur Hoftür. Ein niedrig ummauerter Stiegenaufgang führt in den schmalen, begrünten Hof. Über der unauffällig gestalteten, fünfachsigen Hoffassade erhebt sich aus dem Dach mittig und etwas zurückversetzt eine dreiachsige Dachgaube.
Johann (Hans) Stöhr - Johann (Hans) Stöhr (1897-1981) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Nach seinem Studium trat er in das Wiener Stadtbauamt (MA 19) ein, dessen Leiter er bis 1963 war. In dieser Funktion war er vor allem in der Zeit des Wiederaufbaus an der Errichtung zahlreicher kommunaler Bauten beteiligt. So wurden ein Teil der Stadtrandsiedlung Leopoldau in Wien 21 und der Bauteil Ost der Per-Albin-Hansson-Siedlung in Wien 10 nach seinen Entwürfen errichtet. 1950 wurde seine berufliche Tätigkeit in dokumentierter Form als Dissertation an der TU Wien anerkannt.
Ludwig Schmid - Wiener Stadtbauamt - MA19