Detailinformationen
Adresse
Breitenfurter Straße 556, 1230 Wien
Breitenfurter Straße 556, 1230 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1956 - 1958
Anzahl an Wohnungen
30
Architekt*in
Rosa (Rosl) Weiser
Wohnungen |
30 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
4 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Breitenfurter Straße erstreckt sich vom 12. bis zum 23. Wiener Gemeindebezirk. Sie wurde 1593 "Die Straße", später "Ordineri Straße von Wien nach Atzgersdorf" und schließlich "Breitenfurther Waldämtliche Straße" genannt nach dem Ort Breitenfurt, in den sie führt. Die Jägerweggasse führt zum Jägerhaus im Wienerwald.
Mit der Verfügung vom 1. Oktober 1938 zur Bildung eines "Groß-Wien" wurden unter anderem Kalksburg, Liesing und Breitenfurt als 25. Bezirk nach Wien eingemeindet und im Zuge des 1946 beschlossenen Gebietsänderungsgesetzes (mit Ausnahme von Breitenfurt) zum heutigen 23. Bezirk zusammengefasst.
Die Wohnhausanlage liegt am Fuße des südlichen Wienerwalds zwischen Breitenfurt und Kalksburg in idyllischer Umgebung. Die Architektin Rosa Weiser nahm mit der Verwendung von natürlichem Baumaterial wie Lärchenholz für die Haustore und Gneisplatten an der Sockelzone der Häuser bewusst Bezug auf die Nähe zur Natur.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage liegt auf einem spitz zusammenlaufenden, dreieckigen Grundstück und umfasst die Breitenfurter Straße und die Jägerstraße, die in den Wienerwald führt. Sie besteht aus vier nahezu identischen, zweigeschoßigen Wohnhäusern, die stufig hinter die Baulinie zurückgerückt sind. Der vierte Bau am Westende des Baugrunds folgt längsseitig dem Straßenverlauf, sodass eine halbgeschlossene, begrünte Hofanlage entsteht. Schmale Gehwege mit einer auf Pfeilern aus Gneisplatten errichteten Pergola führen zu den Haustoren an der Jägerstraße. Ein ebenfalls mit Gneisplatten verkleideter Rastplatz für Ausflügler befindet sich am Westende der Anlage an der Spitze des Straßendreiecks. Die Fassade der Häuser ist - dem Trend der 1950er-Jahre folgend - glatt verputzt, dezent zweifärbig gestaltet und in funktionale Fensterreihen gegliedert.
Rosa (Rosl) Weiser - Rosa (Rosl) Weiser (1897-1982) absolvierte an der Akademie der angewandten Kunst die Meisterklasse von Oskar Strnad. Sie ist dem Umfeld von Margarete Schütte-Lihotzky zuzuordnen, die nur wenige Jahre zuvor ihr Studium begann. Zu Weisers Hauptwerken zählt die Wohnhausanlage der Gemeinde Wien an der Breitenfurter Straße 556 in Wien 23.
An der Ostfassade von Haus 4 befindet sich eine Reliefplastik von Hertha Bucher aus glasierten Platten, die eine Jagdszene (1956-1958) zeigt. Das Motiv nimmt damit thematisch auf den nur wenige Schritte entfernten Wienerwald Bezug.