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Ziedlergasse 5

Hof-Informationen Ziedlergasse 5

Detailinformationen

Ziedlergasse 5

Adresse

Ziedlergasse 5, 1230 Wien

Ziedlergasse 5, 1230 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1927 - 1928

Anzahl an Wohnungen

27

Architekt*in

Wilhelm Mucha

Wohnungen

27

Waschküchen

1

Stiegen

3

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die ehemalige Feldgasse wurde 1954 nach dem Kämpfer der Arbeiterbewegung und Maschinisten Franz Ziedler (1867-1917) benannt.

Das Wohnhaus Ziedlergasse 5 wurde in den Jahren 1927/28 in unmittelbarer Nähe zum Kirchenplatz, dem ursprünglichen Ortskern von Atzgersdorf, errichtet. Die als Gassengruppendorf um 1120 gegründete Gemeinde, die als eines von acht Dörfern 1938 in den Bezirk Liesing eingegliedert wurde, ist noch heute im Bereich um den Kirchenplatz in seiner ursprünglichen Struktur erkennbar, auch wenn die meist eingeschoßige, historische Bausubstanz etappenweise von mehrstöckigen Wohnhäusern abgelöst wird. Charakteristisch für diesen Wandel ist die in Entstehungszeit und Höhe stark differierende Verbauung mit Vor- und Rücksprüngen in der Straßenfront.

Architektur und Kunst

Das kleine Volkswohnhaus, das anstelle des ehemaligen Armenhauses in Atzgersdorf errichtet wurde, besteht aus einem viergeschoßigen Gassentrakt (inkl. ausgebauter Dachgaupe) und einem rechtwinkelig anschließenden Hoftrakt. Im Gebäude sind insgesamt 27 Wohnungen untergebracht. Durch das zentrale mit Steingewänden gefasste Haustor gelangt man in den kleinen, begrünten Innenhof der Anlage. Die Hausfront des Hoftraktes ist charakterisiert durch Mauervor- bzw. -rücksprünge sowie durch verschieden dimensionierte mehrteilige Fenster. Die Straßenfront ist im Gegensatz dazu sehr schlicht gehalten und wird durch homogene Fensterreihen gegliedert. Auffallend sind die Betonung des Gesimses zwischen Erdgeschoß und erstem Stockwerk durch ein farblich abgesetztes, breites Mauerband sowie das vorkragende Traufgesims und die mittige dreifenstrige Flachgaupe, die die Fassade nach oben hin abschließen. Weitere Akzente setzen die mit Klinkersteinen versehenen Sohlbänke.

Wilhelm Mucha - Keine biografischen Daten vorhanden.

Im Giebelfeld des mittigen Eingangstors befindet sich eine Kartusche mit dem Wappen der Gemeinde Atzgersdorf. Über dem reliefierten "A" ist das Jahr "1639" eingelassen. Zudem ist das Entstehungsjahr des Baus "1927" links und rechts des Wappens festgehalten.

Dokumente