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Wagramer Straße 97-103

Hof-Informationen Wagramer Straße 97-103

Detailinformationen

Wagramer Straße 97-103

Adresse

Wagramer Straße 97-103, 1220 Wien

Wagramer Straße 97-103, 1220 Wien

Lenkgasse 5-11, 1220 Wien

Steigenteschgasse 6-12, 1220 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1925 - 1926

Anzahl an Wohnungen

348

Architekt*in

Rudolf Krausz

Wohnungen

348

Waschküchen

1

Stiegen

16

Lokale

15

Fahrradbox

Ja

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Straße, in der der Wohnbau steht, trug um 1830 den Namen Hollitscher Straße und wurde später in Kagraner Straße und Leopoldauer Straße umbenannt. Danach wurde sie unter dem Namen Kagraner Reichsstraße und Süßenbrunner Straße geführt. Seit 1910 ist sie nach dem Ort Wagram in Niederösterreich, in dessen Richtung die Straße verläuft, benannt.

Der Wohnbau liegt direkt an der Wagramer Straße, die bereits um die Jahrhundertwende teilweise verbaut war. Vor allem nahe dem Kagraner Platz, der das einstige Ortszentrum darstellte, gab es mehrere ein- bis zweigeschoßige Wohn- und Mietshäuser.

Die betreffende Wohnhausanlage wurde im Anschluss daran in den 1920er-Jahren errichtet und war ursprünglich als Wohnhaus für Straßenbahnbedienstete geplant.

Architektur und Kunst

Die Anlage verläuft über einem U-förmigen Grundriss, wobei die beiden parallel liegenden Wohntrakte in der Form eines regelmäßigen Mäandermusters angelegt sind. Zwischen den beiden Bauteilen befindet sich ein großer, lang gestreckter Hof, der von der Wagramer Straße direkt zu den einzelnen Stiegenaufgängen führt. Aufgrund der Grundrissform kommt es zusätzlich zu mehreren offenen Straßenhöfen, die entlang der Steigenteschgasse und der Lenkgasse angeordnet sind. Die Straßenfronten der beiden Trakte werden durch Rundbögen im Erdgeschoß und je einen großen Rundbogen im Dachgeschoß hervorgehoben. Das Motiv des Rundbogens wird am hinteren Ende des Straßenhofes im Dachgeschoß des Mitteltraktes aufgenommen und im Erdgeschoß zusätzlich mit einer Pergola betont. Die Anlage verfügt über vier bis fünf Geschoße, wobei das oberste Stockwerk zum Teil im ausgebauten Dachgeschoß untergebracht ist. Die Fassade gliedert sich in Fensterachsen, wobei die Öffnungen farblich gerahmt und mit einer Sohlbank ausgestattet sind. Die aufwändig gestalteten Stiegeneingänge sind entweder mit einer breiten dekorativen Rahmung versehen oder über einige Stufen und einen Rundbogendurchgang erreichbar. In der Wohnhausanlage waren ursprünglich eine Zentralwäscherei, eine Badeanlage sowie eine Volksbücherei eingerichtet. Der Kindergarten in der Steigenteschgasse und die Mütterberatungsstelle in der Lenkgasse sind bis heute erhalten geblieben.

Rudolf Krausz - Rudolf Krausz (1872-1928) war ein um 1900 äußerst vielbeschäftigter und erfolgreicher Architekt. Er errichtete vor allem Mietshäuser im Stil des Neobarocks. Für die Gemeinde Wien erbaute er zwei Wohnhausanlagen. Sein prominentestes Bauwerk ist der Trattnerhof (Am Graben, Wien 1).

Dokumente