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Jedlersdorfer Straße 294

Hof-Informationen Jedlersdorfer Straße 294

Detailinformationen

Jedlersdorfer Straße 294

Adresse

Jedlersdorfer Straße 294, 1210 Wien

Jedlersdorfer Straße 294, 1210 Wien

Felix-Slavik-Straße 7, 1210 Wien

Kummergasse 2, 1210 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1994 - 1995

Anzahl an Wohnungen

70

Architekt*in

Gerhard Kroj

Wohnungen

70

Waschküchen

2

Stiegen

2

Lokale

8

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Die Straße, in der der Wohnbau steht, wurde ursprünglich als Scheunenstraße oder Luthersteig bezeichnet. Seit 1901 trägt sie den Namen Jedlersdorfer Straße, um an die ehemalige Ortschaft zu erinnern. Der Ort Jedlersdorf wurde 1108 erstmals urkundlich erwähnt und ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts Teil des Bezirkes Floridsdorf.

In der Umgebung des heutigen Wohnbaus gab es um 1900 ausschließlich unverbautes Grünland und landwirtschaftliche Nutzflächen. So verlief zwischen der Anlage und der östlich gelegenen Brünner Straße die Flur "In den Hagen". In den 1980er-Jahren wurde der Marchfeldkanal zur künstlichen Bewässerung des Marchfeldes angelegt. Der betreffende Wohnbau entstand im Zuge der verstärkten Wohnbautätigkeit nördlich des Marchfeldkanals.

Architektur und Kunst

Der Wohnbau aus den 1990er-Jahren erstreckt sich von der Jedlersdorfer Straße in Richtung Osten. Es handelt sich dabei um eine freistehende dreiseitige Hofbebauung mit zwei Bauteilen, die parallel zueinander stehen. Der dritte Bauteil ist als brückenartige Überbauung der Kummergasse angelegt und verbindet die beiden anderen Häuser miteinander. Dadurch entsteht ein zentraler Hof mit einer Wohnstraße und einer Promenade mit Geschäftslokalen. Das Erdgeschoß wird von schlichten Arkaden gesäumt, in denen die Läden untergebracht sind. Die farbliche Gestaltung und die spitz zulaufende Form sorgen für eine Dynamisierung der Eckbereiche. Ein schmaler, blau gefasster Trakt leitet zum restlichen Bauteil über. Die gesamte Anlage verfügt über drei Geschoße und ein großteils ausgebautes Dachgeschoß. Die glatte Fassade wird durch Fensterachsen gegliedert und ist mit Terrassen ausgestattet. Der brückenartige Bauteil über der Kummergasse ist auf der Höhe des zweiten Stockwerks und des Dachgeschoßes angeordnet. Er zeichnet sich durch eine leichte Wölbung aus und ist ebenfalls mit Terrassen versehen. In der Anlage gibt es zwei Wohnungen, die speziell für Menschen mit Behinderungen geeignet sind.

Gerhard Kroj - Gerhard Kroj (geb. 1939) studierte Architektur an der Technischen Universität Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem die Wohnhausanlagen Brandmeyergasse 2 in Wien 5 (1977/78) und Jedlersdorfer Straße 294 in Wien 21 (1994/95). Gerhard Kroj war auch an der Planung zur Wohnhausanlage "Wienerberggründe" in Wien 10 (ab 1978) beteiligt.

An den Säulen im Arkadengang sind knapp über den Kapitellen Medaillons mit Reliefs angebracht. Die Betonreliefs von Bernhard Tragut tragen den Titel "Ein Kommen und Gehen" und spielen auf das lebendige Tagesgeschehen innerhalb einer Wohnhausanlage an. Die Darstellungen zeigen auf der linken Seite einen Koffer und ein Paar Hausschuhe sowie ein Paar Damenschuhe. Auf der gegenüberliegenden Seite sind ein Schlüssel, bekleidete Herrenbeine und küssende Münder zu sehen.

Dokumente