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Justgasse 29

Hof-Informationen Justgasse 29

Detailinformationen

Justgasse 29

Adresse

Justgasse 29, 1210 Wien

Justgasse 29, 1210 Wien

Ruthnergasse 61, 1210 Wien

Skraupstraße 21, 1210 Wien

Skraupstraße 20, 1210 Wien

Carrogasse 10, 1210 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1964 - 1966

Anzahl an Wohnungen

699

Architekt*in

Alexis Franken

Wohnungen

699

Waschküchen

19

Stiegen

69

Lokale

15

Fahrradbox

Ja

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 19 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Die Gasse, in der der Wohnbau steht, ist seit 1914 nach Ferdinand Just (1843-1912) benannt. Er war zuerst als Pfarrer in Puchberg am Schneeberg tätig und kam 1890 in die Pfarre Groß-Jedlersdorf. Danach wirkte er in der Pfarre St. Brigitta.

In der Umgebung des heutigen Wohnbaus gab es bis in das 20. Jahrhundert ausschließlich unbebaute landwirtschaftliche Nutzflächen. Erst in den 1920er-Jahren wurden östlich der Brünner Straße mehrere Wohnhausanlagen und Arbeiterwohnhäuser errichtet. Der betreffende Wohnbau schließt im Osten an die älteren Wohnsiedlungen an. Die gesamte Anlage wurde im Jahr 2003 unter Denkmalschutz gestellt.

Architektur und Kunst

Der Wohnbau verläuft entlang der Justgasse und schließt direkt an eine bestehende Verbauung aus der Zwischenkriegszeit an. Die weitläufige Aufteilung der Anlage greift die Idee der umliegenden Bauten auf, verzichtet jedoch auf die Randverbauung. Der Wohnbau besteht aus mehreren autonomen Bauteilen, die alle über einen rechteckigen Grundriss verfügen. Die Baukörper stehen parallel zueinander und sind in vier nebeneinander liegenden Reihen angeordnet. Ein langgestreckter rechteckiger Bauteil im Osten bildet den Abschluss der Wohnhausanlage. Der drei- bis viergeschoßige Wohnbau besticht vor allem durch die einfache Gestaltung. Die glatte Fassade wird lediglich durch Fensterachsen unterbrochen. Einzelne Achsen sind mit Loggien ausgestattet und sorgen so für eine Belebung der einfachen Fassade. Zwischen den einzelnen Bauten befinden sich sowohl Grünflächen mit Ruheplätzen als auch Spielmöglichkeiten für Kinder.

Alexis Franken - Der in Belgien geborene Alexis Franken (1921-1969) studierte Architektur in Brüssel, wo er zunächst auch als Architekt tätig war. 1948 kam Alexis Franken nach Wien. Hier arbeitete er vorwiegend an veschiedenen Großprojekten von Georg Lippert mit, entwarf aber auch eigenständig zahlreiche Wohnbauten, wie etwa die Wohnhausanlage "Ursulinenhof" in Wien 18, Gentzgasse 14-20. Alexis Franken war auch an der Planung zum Hauptgebäude der Arbeiterkammer in Wien 4, Prinz-Eugen-Straße 20-24 (1957-1960) beteiligt.

Auf dem Areal des Wohnbaus befinden sich mehrere frei stehende Betonwände mit Mosaiken oder Malerei. Eine Betonwand mit Glasmosaik und Terrakotta von Rudolf Hausner trägt den Titel "Der Raum, in dem wir leben" (1962/65). Die Mosaikdarstellungen mit dem Titel "Figurale Darstellungen" und "Ornamentales Band" (1962/64) stammen von Karl Hauk. Eine bemalte Betonwand von Roman Haller trägt den Titel "Spiel mit dem Zirkel" (1962/66). Das Mosaik von Anton Krejcar zeigt "Fische und Pflanzen" (1962/65).

Dokumente