Detailinformationen
Adresse
Roggegasse 44-46, 1210 Wien
Roggegasse 44-46, 1210 Wien
Mühlweg 105-107, 1210 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1960 - 1961
Anzahl an Wohnungen
51
Architekt*in
Anna Femböck
Wohnungen |
51 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
7 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Roggegasse wurde 1917 nach Friedriche Albert R. von Rogge (1811-1872) benannt. Dieser war Industrieller, Direktor der Ersten Österreichischen Sparkasse und Mitglied der Nationalgarde. Er stiftete eine große Summen für wohltätige Zwecke.
Vor dem Bau der heutigen Wohnanlage wurde das Gelände vorwiegend landwirtschaftlich für den Anbau von Feldfrüchten genutzt. Es befanden sich hier eine Scheune und andere niedrigere Nutzbauten. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und mit zunehmendem Ausbau von Strebersdorf ließ die Gemeinde Wien diese Bauten abtragen. 1960 konnte mit dem Bau der Wohnanlage begonnen werden. Diese war 1962 benutzungsbereit. Durch nachträgliche Dachausbauten wurde zusätzlicher Wohnraum geschaffen.
Architektur und Kunst
Die Wohnanlage aus den frühen 1960er-Jahren befindet sich in ruhiger Lage nahe des Strebersdorfer Ortskerns. Sie besteht aus drei Blöcken mit insgesamt 7 Stiegen. Die Stiegen 1 bis 3 sind zu einer dreigeschoßigen Zeile gekoppelt. Die restlichen Stiegen zu zweigeschoßigen Zeilen. Die Blöcke liegen mit ihren Schmalseiten zum Mühlweg und zur Roggegasse. Über Wege in der Anlage können die Stiegenzugänge erreicht werden. Sie befinden sich an den Nordseiten. Vertiefte Wandfelder oberhalb der überdachten Eingänge akzentuieren hier die Fassaden. An den Südseiten reichen ebenfalls vertiefte, farblich differenzierte Wandfelder vom Sockel bis zum Hauptgesims und bestimmen das Fassadenbild. Große dreiteilige Rechteckfenster ersetzen Balkone und Loggien. Oberhalb des schmalen Sockelpodestes bleibt die Fassade sonst plan. Die Hauptgesimse unterhalb der Walmdächer sind durchgängig. Auf eine weitere Gliederung der drei Blöcke wurde hier verzichtet.
Anna Femböck - Anna Femböck (geb. Hassl, 1918; verh. Thiel, später auch Bräuner) studierte ab 1936 Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Unter anderem entwarf sie für die Gemeinde Wien die Wohnhausanlage Roggegasse 44-46 in Wien 21 (1960/61) und gemeinsam mit Josef Bayer Anlage Migerkastraße 1-3 in Wien 10 (1956-1958). 1972 wanderte sie nach Brasilien aus.
An allen Stiegenzugängen sind Hauszeichen angebracht, welche von der Künstlerin Maria Schwamberger-Riemer gestaltet wurden. Zu sehen sind sieben Vögel: Eisvogel, Eule, Rabe, Schwalbe, Specht, Stieglitz und Wiedehopf. In der umgebenden Grünanlage befindet sich ein Kubus mit vier Darstellungen von Wasservögeln. Tierdarstellungen wie diese sind häufig gewählte Motive. Sie symbolisieren den Freizeitraum des Menschen im Einklang mit der Natur, dienen als naturkundliche Anschauungstafeln, stellen aber auch ein optisches Leitsystem in größeren Siedlungen dar. In diesem Fall wird auch ein historischer Bezug zu den ehemals hier befindlichen Donaufeuchtgebieten und deren Vogelbestand hergestellt.