Detailinformationen
Adresse
Schenkendorfgasse 49-53, 1210 Wien
Schenkendorfgasse 49-53, 1210 Wien
Plankenbüchlergasse 7, 1210 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1954 - 1955
Anzahl an Wohnungen
63
Architekt*in
Otto Schönthal
Wohnungen |
63 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Gasse, in der der Wohnbau steht, wurde ursprünglich als Hamerlinggasse bezeichnet und ist seit 1909 nach dem deutschen Schriftsteller Max von Schenkendorf (1783 - 1817) benannt. Er dichtete vor allem patriotische und religiöse Lieder und nahm als Freiwilliger an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil.
Im Bereich des heutigen Wohnbaus gab es um 1900 vor allem unbebautes Ackerland. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts siedelte sich dort ein Holz- und Kohlebetrieb mit einem Holzschuppen und einer Holzhandlung an. An der Ecke Plankenbüchlergasse wurde zur gleichen Zeit ein zweistöckiges Eckhaus erbaut. Ein Teil des Areals blieb aber bis zur Erbauung des Wohnbaus Ackerfläche.
Architektur und Kunst
Der Wohnbau aus den 1950er-Jahren erstreckt sich über einem L-förmigen Grundriss an der Ecke Schenkendorfgasse und Plankenbüchlergasse. Die Anlage besticht vor allem durch die gleichmäßige Gliederung und die schlichte Gestaltung. Die 16 Achsen der Hauptfront betonen deutlich die horizontale Ausrichtung. Lediglich knapp eingeschnittene Fenster unterbrechen die glatte Fassade des fünfgeschoßigen Wohnbaus. Ein durchlaufendes Gesims trennt das Erdgeschoß von den restlichen Stockwerken. Im Bereich des Daches sind Erker angeordnet, die den Gesamteindruck der Anlage auflockern.
Otto Schönthal - Otto Schönthal (1878-1961) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Otto Wagner. Bereits während seines Studiums entwarf er den Mozartbrunnen (gemeinsam mit Carl Wolleck) am Mozartplatz in Wien 4. Eines seiner prominentesten Bauwerke ist die Trabrennanlage Krieau im Wiener Prater. Von 1908 bis zu seiner Emigration nach Jugoslawien 1938 arbeitete Schönthal mit seinem Studienkollegen Emil Hoppe in einer Bürogemeinschaft. Nach Kriegsende kehrte Schönthal nach Wien zurück und beteiligte sich am Wiederaufbau. Von Otto Schönthal stammen u. a. die Wohnhausanlagen "Westermannhäuser" in der Dorotheergasse (zusammen mit Emil Hoppe und Marcel Kammerer) und "Sandleiten" im 16. Bezirk sowie der "Zürcherhof" in der Laxenburger Straße und den "Strindberg-Hof" in der Rinnböckstraße, die er beide gemeinsam mit Emil Hoppe kreierte.
An der Ecke des Gebäudes befindet sich ein Mosaikwandbild von Herbert Pass. Das Bild mit der Inschrift "Liebe zum Kosmos, zu den Menschen, Tieren und Pflanzen, ist Liebe zur Welt noch im Ganzen" zeigt Menschen in friedvollem Zusammenleben mit ihrer Umwelt.