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Leopoldauer Straße 107-113

Hof-Informationen Leopoldauer Straße 107-113

Detailinformationen

Leopoldauer Straße 107-113

Adresse

Leopoldauer Straße 107-113, 1210 Wien

Leopoldauer Straße 107-113, 1210 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1951 - 1952

Anzahl an Wohnungen

99

Architekt*in

Fritz Zügner, Emil Dietrich

Wohnungen

99

Waschküchen

3

Stiegen

10

Lokale

3

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Straße, in der der Wohnbau steht, wurde ursprünglich als Hauptstraße bezeichnet. Seit 1911 trägt sie den Namen Leopoldauer Straße, um an den ehemaligen Ort Leopoldau zu erinnern. Nach seiner Gründung im 12. Jahrhundert wurde das Dorf von Leopold dem Heiligen dem Stift Klosterneuburg übergeben.

Die Leopoldauer Straße war gegen Ende des 19. Jahrhunderts nur stellenweise verbaut. Nahe dem Floridsdorfer Zentrum befanden sich Wohnbauten und stadtauswärts hatten sich einzelne Fabriken angesiedelt. Die heutige Anlage wurde vor allem auf Ackerflächen und ehemaligen Krautgärten angelegt. Auf einem Teil des Areals wurde in den 1920er-Jahren ein hölzerner Verkaufskiosk für einen Fleischhauer errichtet.

Architektur und Kunst

Der Wohnbau liegt direkt an der Leopoldauer Straße und besteht aus drei autonomen Bauten, die sich in Richtung Norden erstrecken. Die drei Bauteile stehen parallel zueinander, wobei die Innenhöfe als Durchgänge angelegt sind. Der Bau besticht vor allem durch die zurückhaltende Gestaltung und einfache Gliederung. Durch risalitartige Bauteile an den Stirnseiten der beiden äußeren Teile wird der schlichte Wohnbau plastischer gegliedert. Die dreigeschoßige Anlage verfügt über eine glatte Fassade, die lediglich durch Fenster mit profilierter Rahmung und einzelne Balkone unterbrochen wird. Als Abschluss sorgen Satteldächer mit Dacherkern für einen lebendigen Gesamteindruck.

Fritz Zügner - Fritz Zügner (1910-1972) studierte ab 1929 bei Peter Behrens an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zusammen mit Emil Dietrich und Florian Omasta entwarf er für die Gemeinde Wien mehrere große Wohnhausanlagen, wie etwa die Anlagen Gablenzgasse 41 in Wien 15 (1952/53) und Voltagasse 55-63 in Wien 21 (1954-1956).

Emil Dietrich - Emil Dietrich (geb. 1878 in Czernowitz; verst. 1960 in Wien) war in den 1950er-Jahren vorwiegend in Arbeitsgemeinschaften an der Errichtung mehrerer großer Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien beteiligt. In Zusammenarbeit mit Fritz Zügner und Florian Omasta entwarf er unter anderem die Anlagen Gablenzgasse 41 in Wien 15 (1952/53) und Voltagasse 55-63 in Wien 21 (1954-1956).

An der Westseite des ersten Bauteils befindet sich ein Mosaikwandbild von Paul Meissner (1907-1983). Die Darstellung aus den Jahren 1951/52 trägt den Titel "Planung und Aufbau eines Wohnhauses" und thematisiert den Wiederaufbau und Neubau nach dem Zweiten Weltkrieg. In der Bildmitte befindet sich der damalige Stadtrat für Bauangelegenheiten Franz Jonas mit Plankarten und der Bürgermeister Dr. Theodor Körner. Ein Ingenieur in einem weißen Kittel, Bauarbeiter und Frauen, die Mörtel tragen, arbeiten gerade an einem Wohnbau. Das Bild soll die Rolle der Stadtverwaltung am Wiederaufbau und die Wohnbautätigkeit im Allgemeinen betonen.

Dokumente