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Justgasse 6-14

Hof-Informationen Justgasse 6-14

Detailinformationen

Justgasse 6-14

Adresse

Justgasse 6-14, 1210 Wien

Justgasse 6-14, 1210 Wien

Carrogasse 2-6, 1210 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1950 - 1951

Anzahl an Wohnungen

149

Architekt*in

Wilhelm Kaiser, Rudolf Kolowrath

Wohnungen

149

Waschküchen

3

Stiegen

16

Lokale

9

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Justgasse wurde 1914 nach Ferdinand Just (1843-1912) benannt. Er war als Pfarrer in Puchberg am Schneeberg tätig und kam 1890 in die Pfarre Großjedlersdorf. Danach wirkte er in der Pfarre St. Brigitta.

Um die Jahrhundertwende gab es in der Umgebung des heutigen Wohnbaus vor allem unverbaute landwirtschaftliche Nutzflächen. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde östlich der Brünner Straße der erste kommunale Wohnbau errichtet. In der Zwischenkriegszeit entstanden im Anschluss daran mehrere Wohnhausanlagen. Mit dem betreffenden Gebäude der Gemeinde Wien wurde in den 1950er-Jahren eine Baulücke geschlossen. Seit 2003 steht diese Anlage - wie auch die umliegenden Wohnbauten - unter Denkmalschutz.

Architektur und Kunst

Der Wohnbau aus den 1950er-Jahren liegt in der Justgasse östlich der Brünner Straße. Die Anlage erstreckt sich in Randverbauung auf einem U-förmigen Grundriss. Im Innenhof befinden sich zwei weitere rechteckige Bauteile, die parallel zueinander stehen. Die einzelnen Stiegenhäuser sind ausschließlich von der Hofseite aus zugänglich. Die Anlage besticht vor allem durch ihre schlichte Gestaltung und den geschlossenen Eindruck. Die dreigeschoßige Gebäude wird durch das Aufbrechen der Ecken an der Hauptfront aufgelockert. Dort öffnet sich der Wohnbau nach außen und ein Durchgang führt in den Innenhof. Die Fassade wird durch Fensterachsen gegliedert, die mit zwei- bzw. dreiteiligen Fenstern ausgestattet sind. Die Öffnungen sind regelmäßig angeordnet und scharf in die glatte Wandfläche eingeschnitten. Das abschließende Giebeldach unterstreicht den ausgeglichenen, ruhigen Charakter der Wohnhausanlage.

Wilhelm Kaiser - Wilhelm Kaiser (1899-1966) plante unter anderem gemeinsam mit Rudolf Kolowrath die kommunalen Wohnhäuser Justgasse 6-14 in Wien 21 (1950/51) und Sturgasse 3-5 in Wien 2 (1954-1956). Mit Johann Stöhr realisierte er die Wohnhausanlage Rustenschacherallee 44-56 in Wien 2 (1954).

Rudolf Kolowrath - Rudolf Kolowrath (geb. 1922) studierte Architektur bei Erich Boltenstern an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien plante er etwa die Wohnhausanlage Rothenburgstraße 3 in Wien 12 (1953-1955) und zusammen mit Wilhelm Kaiser die Anlagen Justgasse 6-14 in Wien 21 (1950/51) und Sturgasse 3-5 in Wien 2 (1954-1956).

In der Carrogasse und in der Osergasse sind Sgraffitowandbilder an der Fassade angebracht. Die Darstellungen stammen von Rudolf H. Eisenmenger und tragen den Titel "Glückliche Menschen in neuen Häusern" (1951). Das erste Wandbild zeigt Männer beim Bau eines Wohnhauses, das zweite Sgraffito Menschen im friedvollen Zusammenleben. Im Innenhof steht eine Steinzeugplastik von Edmund Reitter, die einen Knaben mit einem Ball darstellt (1951).

Dokumente