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Werndlgasse 14-18

Hof-Informationen Werndlgasse 14-18

Detailinformationen

Werndlgasse 14-18

Adresse

Werndlgasse 14-18, 1210 Wien

Werndlgasse 14-18, 1210 Wien

Pitkagasse 3-7, 1210 Wien

Lottgasse 2-8, 1210 Wien

Werndlgasse 14-18, 1210 Wien

Lottgasse 2-8, 1210 Wien

Pitkagasse 3-7, 1210 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1933 - 1934

Anzahl an Wohnungen

525

Architekt*in

Heinrich Schmid, Hermann Aichinger

Wohnungen

525

Waschküchen

4

Stiegen

24

Lokale

13

Fahrradbox

Ja

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 4 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Zu Beginn der 1930er-Jahre wurde der kommunale Wohnungsbau durch die zunehmend schlechte Wirtschaftslage massiv eingeschränkt. Um für die arbeitslose Bevölkerung trotzdem Wohnraum und Beschäftigung schaffen zu können, ging die Stadt dazu über, am Stadtrand liegendes Bauland zu erschließen und so genannte "Erwerbslosensiedlungen" zur Verfügung zu stellen. Die Siedlungshäuser wurden von den späteren Bewohnern nach einem vorgegebenen Bebauungsplan selbst errichtet. Durch die Ausschaltung des Parlaments und die Einführung einer autoritären ständestaatlichen Verfassung verlor Wien 1934 den Status eines eigenen Bundeslandes. Der Wohnbau kam so gut wie zum Erliegen, und die Arbeitslosigkeit stieg weiter. Der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung versuchte die Stadt entgegenzuwirken, indem sie Bauland zur Gründung autarker Wohneinheiten bereitstellte und so die Bewohner aus dem Elend der traditionellen Arbeiterbezirke an den grünen Stadtrand absiedelte.

Die Gasse, in der der Wohnbau steht, wurde ursprünglich als Nordbahngasse und später als Rieplgasse geführt. Seit 1913 ist sie nach dem österreichischen Waffentechniker Josef Werndl (1831-1889) benannt. Der gelernte Waffenschmied interessierte sich sehr für moderne Produktionstechniken und entwickelte ein nach ihm benanntes Hinterladegewehr.

Entlang der Brünner Straße siedelten sich im 19. Jahrhundert von allem Industriebetriebe und Werkstätten an. Zwischen einem ehemaligen Gaswerk und einer Jutespinnerei wurden in den 1930-Jahren zwei Wohnhausanlagen errichtet. Südöstlich der damals noch unbebauten Grünfläche verlief auf der Nordbahnstrecke die damals wichtigste Eisenbahnlinie von Floridsdorf.

Architektur und Kunst

Der Wohnbau aus den frühen 1930er-Jahren ist Teil einer Anlage, die von einem Architektenteam geplant und ausgeführt wurde. Die beiden Baublöcke liegen einander gegenüber, lassen aber kein Gesamtkonzept erkennen. Der betreffende Wohnblock verläuft in zwei langgestreckten Teilen von der Werndlgasse in Richtung Süden. Die beiden viergeschoßigen Bauten stehen parallel zueinander und sind zu beiden Straßenfronten hin offen. Durch die Verwendung von gestaffelten Höhen und vorspringenden Bauteilen entsteht ein lebendiger Gesamteindruck. Die Stiegenhäuser sind abwechselnd risalitartig angelegt oder von der restlichen Fassade durch seitliche Vertiefung abgetrennt.

Heinrich Schmid - Heinrich Schmid (1885-1949) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er die Meisterschule Otto Wagners besuchte. 1912 eröffnete er mit seinem Studienkollegen Hermann Aichinger ein gemeinsames Atelier in Wien, das bald zu einem der führenden Architekturbüros der Zwischenkriegszeit wurde. Neben zahlreichen Wohnhausanlagen wie etwa dem Rabenhof (Wien 3) und dem Julius-Popp-Hof (Wien 5) wurden auch das Hanusch-Krankenhaus (Wien 14, Heinrich-Collin-Straße 30) und das Österreichische Verkehrsbüro (Wien 1, Friedrichstraße 7) nach ihren Entwürfen errichtet.

Hermann Aichinger - Hermann Aichinger (1885-1962) studierte - ebenso wie sein späterer Arbeitskollege Heinrich Schmid - an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Otto Wagner. Das 1912 gegründete Architekturbüro Schmid & Aichinger war das meistbeschäftigte des Wohnbauprogramms des "Roten Wien". Auch in den späten 1930er- und in den 1940er-Jahren erhielt das Büro noch prestigeträchtige Aufträge. In dieser Zeit entstanden unter anderem das Wohn- und Geschäftshaus "Bärenmühle" (Wien 4, Operngasse 18-20) und das RAVAG-Gebäude (Wien 4, Argentinierstraße 30a; gemeinsam mit Clemens Holzmeister).

In der Mitte des Hofes befindet sich eine Plastik von Wilhelm Frass (1886-1968), die einen Arbeiter mit einem Hammer darstellt. Die originale Figur aus Naturstein wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1954 durch eine Nachbildung vom Gipsmodell ersetzt.

Dokumente