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Franklinstraße 20

Hof-Informationen Franklinstraße 20

Detailinformationen

Franklinstraße 20

Adresse

Franklinstraße 20, 1210 Wien

Franklinstraße 20, 1210 Wien

Freytaggasse 11, 1210 Wien

Bodenstedtgasse 6, 1210 Wien

Wedekindgasse 1, 1210 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1930 - 1931

Anzahl an Wohnungen

243

Architekt*in

Leopold Bauer

Wohnungen

243

Waschküchen

5

Stiegen

20

Lokale

16

Fahrradbox

Ja

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 5 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Straße, in der sich der Wohnbau befindet, trug ursprünglich den Namen Rudolfsstraße, Seit 1910 ist sie nach dem Amerikaner Benjamin Franklin (1706-1790) benannt. Der vielseitige Staatsmann war unter anderem als Schriftsteller und Philosoph tätig und ging als Erfinder des Blitzableiters und als Gründervater der Vereinigten Staaten in die Geschichte ein.

Der Wohnbau in der Franklinstraße ist der dritte Bauteil der Anlage Paul-Speiser-Hof. Der Wohnbau befindet sich auf einem Teil jenes Gebietes, das im Zuge der Donauregulierung (1870 -1875) aufgeschüttet und mit Piloten gestützt wurde. Die Anlage entstand ab 1929 in drei aufeinander folgenden Bauphasen, wobei die erste von Hans Glaser und Karl Scheffel ausgeführt wurde. Der zweite Bauteil erstreckt entlang der Franklinstraße und wurde 1930/31 von Ernst Lichtblau geplant. Im Jahre 1931/32 wurde die Anlage in der dritten Bauphase durch Leopold Bauer schließlich vollendet.

Architektur und Kunst

Die große Wohnanlage besteht aus drei unterschiedlichen Baublöcken, die als eigenständige Anlagen betrachtete werden können. Der Wohnbau verfügt über vier Geschoße und ist in Form eines Vierkanthofes angelegt. Die moderne und sachliche Gestaltung des Gebäudes schafft einen starken Kontrast zum benachbarten älteren Bauteil. Die regelmäßigen Fensterachsen und die verglasten Loggien und Balkone sorgen für eine zurückhaltende Gliederung. Die Anlage ist aufgrund ihrer modernen funktionalistischen Bauweise dem Internationalen Stil zuzurechnen.

Leopold Bauer - Leopold Bauer (1872-1938), war Schüler von Otto Wagner und galt in seiner Frühzeit als Vorreiter des modernen Bauens, vertrat später jedoch eher konservative Auffassungen. Obwohl Bauer Gegner der Sozialdemokratie war, beteiligte er sich am Wohnbauprogramm der Stadt Wien - so wurde nach seinen Plänen unter anderem der Vogelweidhof (Hütteldorfer Str. 2a, Wien 15) errichtet.

Dokumente