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Fultonstraße 5-11

Hof-Informationen Fultonstraße 5-11

Detailinformationen

Fultonstraße 5-11

Adresse

Fultonstraße 5-11, 1210 Wien

Fultonstraße 5-11, 1210 Wien

Floridusgasse 43a, 1210 Wien

Freiligrathplatz 23-25, 1210 Wien

Floridusgasse 45-47, 1210 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1930 - 1931

Anzahl an Wohnungen

134

Architekt*in

Hans Paar, Adolf Paar

Wohnungen

134

Waschküchen

3

Stiegen

10

Lokale

16

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Straße, in der der Wohnbau steht, war in Floridsdorf ursprünglich als Vereinsgasse und später unter dem Namen Schiffstraße bekannt. Seit 1909 ist sie nach dem amerikanischen Ingenieur Robert Fulton (1765-1815) benannt, der das erste brauchbare Dampfschiff entwickelte.

Vor der Donau-Regulierung 1870-1875 befand sich an der Stelle des heutigen Wohnbaus ein Teil jenes Donauarmes, der die Ortschaft Donaufeld von der Insel Mühlschüttel trennte. Nach der Aufschüttung wurde erst nach und nach mit der Bebauung und Besiedelung der neu geschaffenen Flächen begonnen. Der Wohnhausanlage in der Fultonstraße wurde 1930/31 auf einer bis dahin unverbauten Grünfläche errichtet. Nachdem die Anlage im Zweiten Weltkrieg zum Teil beschädigt worden war, wurde 1951 der Wiederaufbau veranlasst.

Architektur und Kunst

Der Wohnbau aus der Zwischenkriegszeit liegt in der Fultonstraße und schließt im Norden direkt an den Freiligrathplatz an. Die Anlage besticht vor allem durch die blockartige Verbauung und die einheitliche Gestaltung der Fassade. Auf der Nordwestseite befindet sich in einem eigenen Bauteil das Kindertagesheim. Der einstöckige Trakt schließt auf beiden Seiten durch ebenerdige Flügel an den viergeschoßigen Bau an. Die glatte Fassade zum Freiligrathplatz erfährt lediglich durch regelmäßige Fensterachsen und stellenweise durch Dacherker eine zurückhaltende Gliederung. Auf Seiten der Fultonstraße und der Floridusgasse verfügt die Anlage ebenfalls über Dachausbauten. Im Unterschied zur restlichen Fassade sorgen hier Balkone auch für eine Öffnung zur Straße hin und erzeugen so einen abwechslungsreichen Gesamteindruck.

Hans Paar - Hans Paar (1892-1977) praktizierte nach seinem Studium an der Technischen Hochschule in Prag im Büro Gessner in Wien, wo er unter anderem am Ferdinand-Lassalle-Hof mitarbeitete. Mit seinem Bruder Adolf Paar und seinem Partner Paul May schuf er die beiden Gemeindebauten in der Hickelgasse in Wien 14 und Fultonstraße 3-11 in Wien 21. Nach Kriegsende zeigte Paar, der selbst in der Künstlersiedlung lebte und sich während des Zweiten Weltkrieges mit der Planung von Industriebauten beschäftigte, reges Interesse am Wiederaufbau in Wien.

Adolf Paar - Der in Mähren geborene Adolf Paar (1889-1964) besuchte zunächst die Wiener Kunstgewerbeschule, bevor er nach geleistetem Kriegsdienst an der Technischen Hochschule Wien und an der Akademie der bildenden Künste bei Peter Behrens studierte, wo er 1923 sein Diplom erhielt. In Arbeitsgemeinschaft mit seinem Bruder Hans Paar plante er in den 1920er-Jahren mehrere Wohnanlagen für die Gemeinde Wien, so etwa den Plocekhof in Wien 20 (Denisgasse 54, 1925; zusammen mit Paul May) und das Wohnhaus Hickelgasse 12 in Wien 14 (1928). Ab 1930 waren die Brüder vorwiegend in ihrer alten Heimat Mähren tätig.

Im Hof vor dem Kindertagesheim befindet sich eine Figurengruppe, die zwei Bären mit einem Ball darstellt.

Dokumente